Kultur und GATS

Frequently Asked Questions und die Position der IG Kultur Österreich Was ist das GATS? Das GATS (General Agreement on Trade in Services) ist ein weltweites Abkommen zur Liberalisierung des Dienstleistungssektors. Es wurde bereits 1994 im Rahmen eines Abkommens der Welthandelsorganisation (WTO) beschlossen und ging mit der Ministerkonferenz von Doha (Herbst 2000) in die zweite Runde. GATS hat die Zurückdrängung des öffentlichen Bereichs sowie die Kommerzialisierung des

Wie politisch ist politische Kulturarbeit?Was

Was bedeutet der Begriff der politischen Kulturarbeit für verschiedene Menschen? Was in verschiedenen Phasen? Welche Konzepte gibt es und was wird mit ihnen verknüpft?

Zurück zu Degen und Pistole? Das Freie Mediencamp nimmt Kurs auf einen notwendigen Konflikt

"Wenn Menschen sich nicht aussprechen und strittige Probleme durch Argumentation und freie Rede lösen können, nehmen sie ihre Zuflucht zur primitiven Beweisführung per Degen und Pistole." Nach der Rückkehr von einer Reise durch europäische Städte brachte der englische Dramatiker Jerome K. Jerome seine Fassungslosigkeit über die Häufigkeit von zumeist tödlichen Duellen mit dieser Mutmaßung zu Papier. Seine Beobachtungen stammen aus dem Jahr 1858 und fanden bald

Diskussion: Identität versus Diversität

Identität und Diversität - Zwei Schlagworte aus der aktuellen kulturpolitischen Diskussion. Eine Podiumsdiskussion am 19. September im Depot in Wien beschäftigt sich mit der Begriffsklärung und Einordnung in Theorie und Praxis. Als Auswirkung der Globalisierung, die Barrieren scheinbar abbaut, zeichnen sich immer neue Grenzziehungen und die Schaffung neuer Definitionen des Verständnisses von gesellschaftlicher Inklusion ab. Während sich die Bewohner eines Nationalstaats nicht mehr alleine als Staatsbürger

Kultur und GATS: Demokratisierung abseits der Angstmacherei!

Einer noch immer viel zu wenig beachteten Frage ging am Montag, 11. August, eine Diskussionsrunde nach, zu der die IG Kultur Österreich ins freie Mediencamp ( Screenshot - Webseite ist nicht mehr online) am Wiener Karlsplatz geladen hatte: "Kultur und GATS - Wie soll es weitergehen?" Die Zeit drängt, denn bereits Anfang September beginnt in Cancun (Mexiko) die internationale Ministerkonferenz, die auch über die weitere Zukunft

Kunstbericht 2002: Umverteilung ohne Transparenz

IG Kultur Österreich warnt vor falschen Verlockungen "Schneller bedeutet nicht besser!" Der Kunstbericht 2002 wurde zwar in diesem Jahr früher als sonst von Kunststaatssekretär Franz Morak der Öffentlichkeit vorgestellt, die Qualität der Politik hat aber nach Auffassung der IG Kultur Österreich keine Verbesserung erfahren. "Es sticht geradezu ins Auge", erklärt Vorsitzender Bernhard Amann, "dass die Transparenz weiter abgebaut wurde." Der Kunststaatssekretär spricht zwar davon, zu Gunsten

Alles im Rahmen

Seit Jahren verbessern Kunst- und Kulturverantwortliche die Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur. Demnach müßten sie sich eigentlich schon verbessert zeigen. Zum Beispiel, indem der für die Kunst- und Kulturvermittlung an Schulen eingerichtete Österreichische Kultur-Service keine gesponserten Jugendkochwettbewerbe als exemplarisch für seine Tätigkeit anführt, sondern Veranstaltungen mit Künstlern. Wo Rahmenbedingungen verbessert werden, kann auch die "Kreativwirtschaft" bzw. der Erfindungsreichtum der Wirtschaft, ständig neue Zugänge zu Konsumenten zu

ArtScience unrealized. Ein Beitrag zur Berufssoziologie

Einer eher konservativen Auffassung von Berufen und Berufungen zufolge sind für jeden Beruf bestimmte Talente nötig. KünstlerInnen etwa sollten kreativ sein, WissenschaftlerInnen einen analytischen Verstand besitzen und PolitikerInnen Überzeugungskraft und rhetorische Begabung. Auch bestimmte Charaktereigenschaften sollten der Berufswahl entsprechen - Freude am Schaffen von Neuem, Wissensdrang, Interesse an der Entwicklung einer Gesellschaft etwa in einer positiven Sichtweise.

Quidditas und Haeccitas

Die Bezeichung "Scheiß-Neger" verstößt nicht gegen die Menschenwürde. Dies hat das Landesgericht Linz kürzlich anlässlich der Anklage gegen einen Polizisten, der einen Schwarzen bei einer Lenkerkontrolle beschimpft hatte, festgestellt. Eine "feindselige Handlung gegen eine Rasse" ist laut Urteilsbegründung nicht gegeben, da ein Verstoß gegen die Menschenwürde nur dann vorliege, wenn jemand unmittelbar oder mittelbar das Recht auf Menschsein schlechthin abgesprochen werde.

Die universale Spache des weißen Rassismus

Hurra, auch wir sind Europa! Das können die Kroaten schon jetzt sagen, noch bevor der offizielle Aufnahmeprozess in die EU überhaupt eingeleitet wurde. In den letzten paar Wochen wurden der Polizei in Zagreb vier schwere Angriffe von Skinheads auf Ausländer anderer Hautfarbe gemeldet. Hätten Zagreber Skins nicht auch einen elfjährigen Buben verprügelt, der zufälligerweise der Sohn eines Bediensteten der ägyptischen Botschaft war, hätte die Story von einer neuen Qualität der kroatischen Gesellschaft keine Öffentlichkeit gefunden.

Kulturpolitik in Oberösterreich. Schlaglichter auf das Herrschaftsprinzip von Zulassen und Verhindern

Oberösterreich hätte durchaus Grund, dem scheinbar aufrechten Glauben seiner Landesherren zu misstrauen. Die Historie bietet dafür Anhaltspunkte.

Ignoriert, irritiert, integriert - MigrantInnenkulturpolitik in Oberösterreich

Stehen Wahlen an - wie nun die Landtagswahlen in Oberösterreich - sind nur WählerInnen interessant: die vielbeschworenen BürgerInnen. MigrantInnen sind ausgeschlossen von dieser rudimentären Teilhabe an der gesellschaftlichen Gestaltung.