 |
|
> > > Positionalit&au...
|
Positionalität übersetzen. Über postkoloniale Verschränkungen und transversales Verstehen.
Encarnación Gutiérrez Rodríguez
Während meiner gegenwärtigen Forschungen über lateinamerikanische Migrantinnen,
die als Hausarbeiterinnen in Berlin und Hamburg leben, habe ich ein
interessantes Paradox in unseren Unterhaltungen bemerkt. Da ich selbst spanisch
spreche, dachte ich, dass wir keine Übersetzung brauchen würden. Aber
meine vorschnelle Annahme bröckelte schon im Moment unserer Begegnung.
Ich erinnere mich daran, wie ich Carla in Berlin traf. Sie war eine Migrantin aus
Otavalo, einer Tourismus- und Handelsstadt im Norden von Ecuador. Beim Versuch,
ihr mein Interesse an der neuen Migration nach Deutschland zu erklären,
begann ich das Gespräch damit, dass ich ihr von meinem eigenen Hintergrund
erzählte. Ich erzählte ihr, dass meine Eltern 1962 von Andalusien nach Deutschland
gezogen waren und ich in Deutschland aufwuchs, wo meine Kindheit durch
Erfahrungen von Rassismus gegen so genannte GastarbeiterInnen getrübt wurde.
Diese Erfahrung ist im fordistischen Europa der 60er und 70er Jahre situiert,
und in einiger Entfernung vom Europa des 21. Jahrhunderts, in dem Spanien
gerade zu einem der führenden europäischen Länder in der Verabschiedung neuer
Gesetze gegen Migration geworden ist. Als sie meine Geschichte hörte, antwortete
Carla:
„Entschuldige, das geschieht auch in deinem eigenen Land, wenn wir aus verschiedenen
Kulturen sind, weil dies auch mir passiert ist. Ich bin aus einer anderen
Kultur und ich sprach früher eine andere Sprache. Meine Mutter sprach eine andere
Sprache und ich sprach früher ihre Sprache. Ich fing an, in die Schule zu gehen,
als ich noch die Sprache meiner Mutter sprach, und lernte dann in der Schule Spanisch,
als ich sechs war, ich konnte kein Spanisch. Es passiert nicht nur, wenn
jemand aus einem anderen Land ist, es passiert auch in demselben Land.“
Carla fing an, über den Rassismus zu sprechen, den sie in ihrer Kindheit als
„Indigena“ erlebt hatte. Ihre Kindheit wurde durch die Erfahrung einer erzwungenen
Assimilation an spanische Regeln geprägt. Da ihre Muttersprache, Quechua,
in ihrer Schule verboten war, konnte sie sie nur zu Hause sprechen. Sie
betonte die Inkompatibilität unserer verschiedenen Positionalitäten. Carla konzentrierte
sich auf subtile Weise auf die Unterschiede zwischen meiner
Geschichte und der ihren, die in postkoloniale Verschränkungen und Trennungen
situiert sind.
Die von mir angenommene gemeinsame Identität als Spanischsprechende wurde
durch unsere soziale Position, uns auferlegt durch koloniale Vermächtnisse, den
fordistischen Kapitalismus und neue Achsen des Empire, in Frage gestellt. Neue
Linien von Wechselbeziehungen und Strategien globaler Kapitalakkumulation
verändern diese historische und politische Verschränkung. Tiefe Trennlinien
sozialer Ungleichheiten strukturieren miteinander in Beziehung stehende Räume,
in denen Gemeinsamkeiten ausgedrückt und Unterschiede erlebt werden. In den
Mikroräumen des Alltags sind wir in diese historische, politische, soziale und
kulturelle Komplexität eingebettet. Wenn wir mit der spanischen Sprache als
Gemeinsamkeit beginnen, impliziert das eine Reduktion der Unterschiede, die
unsere Positionalitäten konstituieren. Die Artikulation verschiedener Partikularitäten,
die wiederum soziale Partikularitäten reflektieren, scheint wie ein Ausgangspunkt
in einem Sprechakt, der einige Vermittlung benötigt, um eine Verständigung
herzustellen. Die Vermittlung oder der Versuch, sich verständlich zu
machen, wenn man sich diese Positionalitäten vergegenwärtigt, erfordert im Falle
zweier Spanischsprechender nicht eine linguistische oder wörtliche Übersetzung,
sondern eine, die den kulturellen Kontext der Sprache jeder Person anerkennt.
In diesem Kontext taucht die Frage der „kulturellen Übersetzung“ auf. Wie spüren
wir der (Un-)Übersetzbarkeit sozialer Positionalitäten in Begegnungen nach, die
auf einer angenommenen gemeinsamen Identität beruhen? Wie lesen wir die
Unterbrechung oder die Lücke, die eine soziale Trennung innerhalb einer globalen
Verschränkung artikuliert? Könnte der Begriff „kulturelle Übersetzung“ als ein
Werkzeug verwendet werden, um den ambivalenten Charakter dieser Begegnungen,
die sich innerhalb der Spannung von Identität und Differenz ereignen, zu
skizzieren? Indem ich diesen Fragen nachgehe, untersuche ich das Konzept der
„kulturellen Übersetzung“ als einen Prozess, in dem ambivalente soziale und kulturelle
Positionen verhandelt werden. Insofern kann durch Übersetzung Verständnis
erlangt werden, während sie gleichzeitig auf die Potentialität der Nicht-Übersetzbarkeit
verweist. Der Frage von Rada Ivekovic folgend ist meine Frage hier:
„Muss die Übersetzbarkeit oder Unübersetzbarkeit zweier Begriffe unausweichlich
als diametral entgegengesetzt verstanden werden? Gibt es keine Mitte oder keinen
queerenWeg, sich dieser Dichotomie zu nähern?“ (Ivekovic 2002: 121)
Übersetzung und Kolonialismus
Die postkoloniale Theorie hat die Rolle der Übersetzung als ein Moment der
hegemonialen Einverleibung der „anderen Stimme“ in den kolonialen Prozess
betont. Sie hat auch das Potenzial für Widerstand im Prozess der Übersetzung
als solchem gezeigt (Bhabha, Spivak, Nirinjana). Übersetzung wurde als Werkzeug
der Repräsentation verstanden, das zu einem Verständnis der „Neuen Welt“
in den Begriffen der kolonialen Macht beitrug. Im Endeffekt wird Übersetzung
zu einem Epistem der westlichen Tradition, zu einem Konzept, das auf der Idee
einer objektiven Abbildung der Wirklichkeit beruht. Diese Wahrnehmung verschleiert
ihre eigene diskursive Einbettung. Übersetzung beschreibt so nicht nur
eine linguistische Funktion, sondern ein kulturelles und politisches Werkzeug,
das im Kampf um Hegemonie eingesetzt wird.
Die Verschiebung in der Idee der Übersetzung von einem bloßen linguistischen
Werkzeug zu einem Machtinstrument wird auch in den wissenschaftlichen Auseinandersetzungen
mit „Übersetzung“ reflektiert. Die Analyse des Gebrauchs
von Übersetzung als kulturellem Phänomen innerhalb der generellen Strategie
der Kolonisierung erlangte in der Ethnographie essenzielle Bedeutung (vgl. Taylor
1979). Im Verhältnis zu diesem cultural turn taucht die Figur des Übersetzers /
der Übersetzerin als eine der Achsen des Akkulturationsprozesses wieder auf
(vgl. Scharlau 2004: 102). Der Akkulturationsdiskurs konzentriert unsere Aufmerksamkeit
speziell auf die Rolle historischer und politischer Figuren als kultureller
ÜbersetzerInnen in der ethnografischen Forschung, bei Reisen und politischen
Verhandlungen, mit Schwerpunkt auf der kulturellen Interaktion. Ein
solcher Ansatz führte Ideen rund um kulturelle Differenz und Konflikt ein.
Indem sie der Aufgabe der Übersetzung die Fähigkeit zuwies, Brücken zwischen
verschiedenen Kulturen zu bauen, unterschlug dieser Ansatz den Kontext der
Übersetzung, was bedeutete, dass Übersetzung als universaler, neutraler und
dekontextualisierter Akt der Kommunikation verstanden wurde.
In der zweiten Hälfte der 80er und in den 90er Jahren wurde diese Perspektive
einer kritischen Untersuchung unterzogen. Diese ließ Fragen der Äquivalenz
und der Übersetzungstreue beiseite und konzentrierte sich auf den Prozess der
Übersetzung als solchem. Die Beschäftigung mit dem Begriff der „Übersetzung“ als
eines analytischen Werkzeugs der Kulturtheorie enthüllt im Werk von postkolonialen
TheoretikerInnen wie Gayatri Chakravorty Spivak, Homi Bhabha and
Tejaswini Niranjana eine epistemologische Dimension.
Zieht man die epistemologischen Implikationen der Übersetzung als eines Prozesses
in Betracht, der mit dem Verhältnis zwischen Macht und Wissensproduktion
verbunden ist, so werfen die poststrukturalistische Wendung und die postkoloniale
Wendung in der Übersetzungstheorie relevante Fragen über Repräsentation und
Alterität auf. Diesen Linien folgend werde ich jetzt versuchen, Übersetzung als
ein Werkzeug „transversalen Verstehens“ zu verwenden.
Repräsentation, différance und transversales Verstehen
Wie wir die Welt wahrnehmen und interpretieren, ist keine unschuldige Praxis,
sondern sie hängt eher von sozialen Verhandlungen und hegemonialen Strategien
der Repräsentation ab. Eine solche Wahrnehmung bezieht sich auf Repräsentation
als diskursive Formation, die in die Logik der Produktion von Wahrheit eingebettet
ist. Für Michel Foucault entwickelt sich diese Logik innerhalb der westlichen Wis-
sensproduktion auf der Basis der Errichtung von Dichotomien. Ich habe schon
darauf hingewiesen, dass der Akt der Übersetzung nicht nur in die Übermittlung
der wörtlichen Bedeutung involviert ist, sondern in ein ganzes philosophisches
System der Wissensproduktion verwickelt ist. Sie ist tief in die Epistemologie verstrickt
und daher auch in die Formulierung einer „universalen Wahrheit“.
Wenn wir uns dies vor Augen halten, können wir zusammenfassen, dass der
Übersetzungsprozess Hand in Hand mit dem Akt des Lesens und Verstehens
geht, was im französischen Begriff „traducteur“ anklingt, der aus den zwei Verben
„traduire“ and „lire“ zusammengesetzt ist. Lesen ist nicht nur eine Aufgabe,
die auf den geschriebenen Text beschränkt ist, wie PoststrukturalistInnen wie
Roland Barthes vorgeschlagen haben. Für Gayatri C. Spivak ist es eine Voraussetzung,
um Gesellschaft zu verstehen.
Die Fähigkeit, die Gesellschaft als Text zu lesen, setzt die Übertragung von
einem Codesystem ins andere voraus. Diese Übertragung impliziert nicht notwendig
zwei verschiedene Sprachen, sondern arbeitet eher mit der Vorstellung
von Idiomen als verschiedenen Codesystemen. Übersetzung ist das Werkzeug,
das diese Übertragung ermöglicht. Das ist der Fall, weil Übersetzung nicht nur
ein Medium ist, um Kommunikation zu ermöglichen, sondern auch, um den originalen
Text vor dem Hintergrund unseres Wissenshorizonts zu spiegeln. Dieser
Vorgang des Lesens auf der Basis von Gadamers hermeneutischem Verständnis
nimmt einen Moment der Identifikation an, in dem der originale Text in den
Bedeutungskontext eingeschrieben wird, über den der Übersetzer verfügt. Gegen
diese Übersetzungspraxis wendet sich Walter Benjamin in „Die Aufgabe des
Übersetzers“.
Die Aufgabe des Übersetzers
Eine Übersetzung, die vom Zweck geleitet wird, Bedeutung zu übermitteln, ist
für Benjamin eine fehlgeschlagene Übersetzung. Die Übersetzung als Prozess
der Einverleibung der Stimme der Differenz in die der Gleichheit zerstört das
Potenzial dafür, die andere Stimme in ihrer Veränderung zu verstehen, wie sie in
eine Bewegung der Differenz eingeschrieben ist. Eine gute Übersetzung könnte,
ähnlich wie in einem heuristischen Projekt, durch die Unmöglichkeit, ein Spiegelbild
des Originals zu erschaffen, erkannt werden. Er schreibt: „Wird dort
gezeigt, dass es in der Erkenntnis keine Objektivität und sogar nicht einmal den
Anspruch darauf geben könnte, (…) so ist hier erweisbar, dass keine Übersetzung
möglich wäre, wenn sie Ähnlichkeit mit dem Original ihrem letzten Wesen
nach anstreben würde.“ (Benjamin 1972: 12)
Benjamins Ausspruch wurde von einigen poststrukturalistischen Lektüren der
Übersetzung als Ausgangspunkt genommen, um die Theorie der Reproduktion
des Originals in Frage zu stellen. Ihm folgend, greift Derrida dessen Argument
auf und entwickelt es weiter, indem er Übersetzung als Fluss und als transitorische
Bewegung diskutiert. In der Bewegung zwischen den zwei Polen der Übersetzung
wird eine Überdeterminierung, ein Supplement, produziert. Ein Supplement,
das durch die Dynamik der zwei Pole und durch die Streuung in der
Übertragung vom einen zum anderen entsteht. Es ist diese Bewegung der „différance“,
die über Identität und Differenz hinausgeht und ein undefiniertes Mehr
erzeugt, ein Supplement, das auf eine Dekonstruktion der Annahmen verweist,
auf denen die Übersetzung kulturell beruht. Dieses Supplement, das nicht in
eine wiedererkennbare oder identische Sprache eingeschrieben ist, kann nicht
durch die Schaffung eines dritten Begriffs verständlich gemacht werden: „(...)
das Supplement ist weder ein Plus noch ein Minus, weder ein Außen noch ein
Innen als dessen Gegenstück, weder Akzidens noch Essenz.“ (Derrida 1980: 43)
Die Übersetzung verlässt hier den Raum eines kulturell dichotomisierten
Modells von Kultur und Kontakt. Sie verweist eher auf Transgression. Ein solches
Verständnis treibt uns dazu an, Übersetzung in methodologischen Begriffen
zu definieren und uns auf Fragen der Methode zu konzentrieren, darauf, wie
man das Ungesagte oder die Irritationen in einem kulturellen oder sozialen Text
lesen kann. Daher impliziert die Frage der Übersetzung, um und durch Lücken
hindurch zu arbeiten, durch Irritationen und Irrationalitäten, da die Aufgabe
des/r ÜbersetzerIn dort beginnt, wo die Grenzen der Verständlichkeit offenbar
werden, wie Spivak vorschlägt. Für sie ist Übersetzung ein Weg, um näher an die
Grenzen unserer eigenen Identität zu gelangen. Dies beschreibt den überzeugenden
Charakter der Übersetzung: „Einer der Wege, die Begrenzungen der
eigenen Identität zu umgehen während man erklärende Prosa produziert, ist, am
Eigentum von jemand anders zu arbeiten, weil man mit einer Sprache arbeitet,
die vielen anderen gehört. Dies ist letztendlich eine der Verführungen der Übersetzung.
Es ist eine einfache Nachahmung der Verantwortung gegenüber der Spur
des Anderen im Selbst.“ (Spivak 1992: 177)
Im Endeffekt ist eine „wahre Übersetzung“ für Benjamin und Spivak eine, die
nicht den originalen Text oder die originale Stimme kopiert. Für sie ist eine
Übersetzung, die die Spuren des Anderen in einem Selbst einfängt, indem sie
„die Begrenzungen“ des Kontextes, in dem diese Äußerungen stattfinden,
„umgeht“, in einen kreativen Prozess des Verstehens der sinnlichen und intimen
Seite der Sprache involviert. Eine gute Übersetzung wird dann eine Übersetzung
sein, die sich durch die Spannungen von Differenz und Identität hindurcharbeitet
und die, wie Benjamin vorschlug, die Individualität und die Originalität der
Präsenz der anderen Stimme respektiert.
Die Aufgabe der Übersetzung wird daher durch die Ambivalenz überwältigt, die
durch den intimen Moment der Öffnung des Rhetorischen ermöglicht wird.
Der/die ÜbersetzerIn wird sich nicht darauf konzentrieren, was gesagt wurde,
sondern darauf, wie und wo es gesagt wurde. Die Übersetzung wird sich mit den
affektiven, kognitiven und kontextbezogenen Ebenen der Artikulation einlassen.
Sich auf die Ebene der Rhetorik zu konzentrieren, schließt die Arbeit mit und
durch das Schweigen zwischen den Worten ein, um wahrzunehmen, wie verschiedene
Logiken zusammenarbeiten oder sich gegenseitig in Frage stellen.
Schließlich ist diese Aufgabe des Übersetzens nicht in das Ergebnis der Übersetzung
selbst involviert, sondern in den Kommunikationsprozess. Sprache wird
dann nicht nur so wahrgenommen, als sei sie bloß aus Zeichen zusammengesetzt,
sondern auch aus Lücken und Schweigen.
Repräsentation übersetzen
Das Projekt der Übersetzung ist ein ambivalentes Projekt, denn sogar wenn es
die Möglichkeit der Übertragung verspricht, basiert es fundamental auf seiner
Unmöglichkeit. Dies ist ein Kontext, der durch die Aporie geprägt wird, die die
geopolitische Situiertheit unserer Positionalitäten gleichzeitig verbindet und auseinander
treibt – Positionalitäten, die durch die globale Logik kapitalistischer
Produktion und Akkumulation verknüpft werden und auch durch die Vermächtnisse
des Kolonialismus und die sozialen, politischen und kulturellen Einflüsse
von sexuellen, geschlechtlichen und migrationspolitischen Kontrollregimes.
Im Zusammentreffen dieser verschiedenen sozialen Linien findet die Praxis der
Übersetzung als einer Form der Verhandlung von Positionalitäten statt. Wenn
wir, wie Rada Ivekovic vorschlägt, „Übersetzung“ als eine „Bedingung an sich –
nicht die eines Ortes, sondern einer ursprünglichen Bewegung“ verstehen (vgl.
Ivekovic 2002), dann sind wir permanent in Übersetzung als Kommunikationsprozess
involviert. Übersetzung als Bewegung schließt eine ständige Verwandlung
von Bedeutung ein. Auf diese Weise befinden wir uns in permanenter Übersetzung.
Und so impliziert, wie das obige Beispiel meiner Unterhaltung mit
Carla zeigt, der Akt der Übersetzung nicht unbedingt die Übersetzung von einer
Sprache in die andere. Sondern sie umreißt den Prozess der (Nicht-)Kommunikation,
in dem beide um Bedeutung und Autorität kämpfen.
Nichtsdestotrotz sollten wir versuchen, einen Raum zu erschaffen, in dem der
Prozess der Übersetzung an seine Grenzen verlagert werden kann. Es ist diese
dekonstruktive Bewegung, die den Raum für Methoden des Denkens und der
Repräsentation jenseits der Logik von Identität und Differenz eröffnen könnte:
eine Repräsentation in Übersetzung.
Literatur
Benjamin, Walter 1972:
„Die Aufgabe des Übersetzens“,
In: Gesammelte Schriften
IV.1, hg. von Tillman Texroth,
S. 9-21 Derrida, Jacques 1980: Writing
and Difference
Ivekovic, Rada 2002: „On
Permanent Translation (We are
in Translation)“, In: Transeuropéennes
22, S. 121-145 Scharlau, Birgit 2004:
„Repensar la Colonia, las relaciones
interculturales y la traducción“,
In: Iberoamericana
12, S. 97-110 Spivak, Gayatri 1992: „The
Politics of Translation“, In:
Barrett, Michèle/Phillips, Anne
(Hg.): Destabilizing Theory.
Contemporary Feminist Debates,
S. 177-200 Taylor, William B. 1979:
Drinking, Homocide and
Rebellion in Colonial Mexican
Villages
Encarnación Gutiérrez Rodríguez ist Soziologin und lehrt an der University of Manchester.
|
|
|