Theorie

Zirkus, ein wandlungsfähiges Genre

Ein geschichtlicher Rückblick aus kunstwissenschaftlicher Perspektive. Der Zirkus hat sich in seiner etwa 250jährigen Geschichte in Europa durchgängig als sehr wandlungsfähiges Genre erwiesen. Im deutschsprachigen Raum bis zum heutigen Tag fast unbemerkt ist die Entwicklung des Zirkus mit der Etablierung dieses Klischees jedoch längst nicht abgeschlossen.

Zur Geschichte von Zirkus in Österreich

Österreich, insbesondere Wien, spielt in der Zirkusgeschichte eine bedeutende Rolle. Die Etablierung des Zirkus als neues, innovatives Unterhaltungsgenre fand um 1800 statt, als KunstreiterInnen-Truppen nach dem Vorbild von Philip Astley’s Amphitheatre in London und Paris feststehende Gebäude errichteten. „Cirque olympique“ nannte Henri Franconi, ein ehemaliger Mitarbeiter Astleys sein Unternehmen in Paris zu Beginn des 19. Jahrhunderts, er prägte damit den Namen für das spezifische Genre Zirkus.

Zirkusfrauen und "Artifizierung"

Die Anerkennung von Zirkus als Kunstform und deren Herausforderungen Diese Abhandlung beschäftigt sich mit den Auswirkungen, die eine „Anerkennung als Kunstform“, wie sie vom Zirkus angestrebt wird, auf die Arbeit von Frauen in der Manege hat. Die den Frauen zugewiesenen Rollen haben sich gewandelt und werden nicht mehr systematisch auf das Geschlecht reduziert, denn sowohl männliche als auch weibliche Werte werden inzwischen von männlichen und weiblichen

Erster Offener Brief an den Zirkus

Die Notwendigkeit einer Neudefinition. Liebe ZirkusartistInnen, Dies ist ein Brief. Oder vielmehr der erste in einer Reihe von Briefen, die im Laufe der nächsten zwei Jahre veröffentlicht werden. Mit diesen Briefen möchte ich ansprechen, was mir in der zeitgenössischen Zirkuslandschaft, in der wir arbeiten, als notwendig erscheint: Wir müssen das, was wir tun, neu definieren. Wir müssen gemeinsam darüber nachdenken, wie und warum wir es tun.

Fußball, Populärkultur und Gesellschaft

Fußball ist nicht nur Sport, er ist längst Populärkultur geworden. Lenkt er im Sinne eines "Brot und Spiele" von den wichtigen Themen ab? Perpetuiert er Rassismen durch seine nationalen Spektakel oder hat er integrative Effenkte? Ist er ein Spiegel der Gesellschaft oder gibt er sogar Impulse für gesellschaftliche Entwicklungen?

Kein Jahresrückblick – was bringt die Zukunft?

Wie lassen sich politische Entwicklungen frühzeitig erkennen? Welche konkretenInhalte, Probleme und Lösungen sind gerade in der österreichischen Kulturpolitik aktuell und virulent? Die IG Kultur Österreich arbeitet an den Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Kulturarbeit. Dazu ist es wichtig, schon frühzeitig Entwicklungen in der Politik zu erkennen, um entsprechend agieren zu können. Dafür veranstalteten wir einen Workshop mit ExpertInnen der Kulturarbeit, die sichfolgenden Fragen widmeten: 1. Welche Aspekte

Gesellschaftliche Wirkung von Kulturarbeit

Anhand mehrerer Beispiele aus ganz Österreich (u.a. IG Kultur Steiermark-Mitglied Klanghaus Untergreith) beschreibt profil in seiner lesenswerten Titelstory, wie sehr Kulturinitiativen „ins Soziale ausstrahlen, wie markant ihre gesellschaftliche Wirkung sein kann und wie sehr im regionalkulturellen Unternehmertum auch politische Basisarbeit steckt."

Kunst und Kultur für alle

Die Teilhabe am kulturellen Leben ist ein Grundbedürfnis aller und daher ein Menschenrecht. Die Beteiligung an den vielfältigen kulturellen Prozessen einer Gesellschaft bindet Menschen ein und vermittelt ihnen das Gefühl, dazuzugehören. Da aber der überwiegende Teil der Menschen nicht von öffentlich geförderten kulturellen Angeboten erreicht wird, ist es notwendig Klarheit zu schaffen über die Art der Barrieren und über die Art der eigentlichen kulturellen Interessen und

Kulturveranstaltung Festival

Verena Teissl strebt in ihrem Werk vier verschiedene Ziele an, die sie weitgehend erreicht: ein kulturgeschichtliches, einen Ansatz zur Theoriebildung, eine exemplarische Darstellung der konkreten Tiroler Kulturlandschaft mit ihrer Dichotomie von Volkskultur und zeitgenössischer Kunst sowie einen empirischen Versuch. In ihren kulturpolitischen Bewertungen durchbricht sie die „gläserne Decke“, die sonst streng zwischen Kultureinrichtungen in öffentlicher und privatrechtlicher Trägerschaft trennt. Das erste Kapitel „Geschichtliche Wurzeln von Kulturveranstaltungen“

QueerulantInnen sind überall!

In Kulturpolitik aktuell nähern wir uns wiederholter Weise queerer Theorie an, die Kulturarbeiterin der Monats ist Julia Mumelter vom Kulturverein Stromboli aus Hall in Tirol und die sputniks on air funken gegen den sich allerorts verbreitenden Rassismus. Queer als politischer Begriff hat einige Wandlungen gemacht - die Palette reicht vom buchstäblichen Schimpfwort bis zur Studienrichtung an angesehenen Universitäten. Queer (engl. für schräg, sonderbar, falsch), ist ursprünglich

Politische Kulturarbeit: Entstehungsmotivationen und künftige Perspektiven

Politische Kulturarbeit ist ein Begriff aus den 1970er Jahren. Wenn wir uns hier die Frage stellen, welche Relevanz dieses Konzept zu Beginn des zweiten Jahrtausends haben kann, so erscheint es in einem ersten Schritt sinnvoll, die Konnotationen zu bedenken, die der Terminus zur Zeit seiner Entstehung hatte. Was lässt sich nun aus den Entstehungsbedingungen und –motivationen politischer Kulturarbeit für künftige Perspektiven schließen?

Wie politisch ist politische Kulturarbeit?Was

Was bedeutet der Begriff der politischen Kulturarbeit für verschiedene Menschen? Was in verschiedenen Phasen? Welche Konzepte gibt es und was wird mit ihnen verknüpft?