Praxis

Gesucht. Verlernorte

Im heutigen Bewegungsmelder Kultur widmen wir uns wieder einmal der Frage nach Freiräumen und ihren Potenzialen. Warum gibt es ein Begehren nach Selbstverwaltung, nach alternativen Formen des Zusammenlebens und Ökonomie? Mit diesen und anderen grundsätzlichen Fragen werden wir uns in Kulturpolitik aktuell beschäftigen. In „Alles was aus dem Rahmen fällt - Kulturarbeiter_innen des Monats“ besuchten wir den Verein Lames in St. Pölten, wo uns Agnes Peschta und Merle Weber vom Festival Parque del Sol (27. Juli - 31. Juli) erzählten. Die sputniks on air zwitschern es von den Dächern: Die Revitalisierung is a Hund.

Ich verdiene jetzt Geld damit, dass ich dich beschreibe

Jetzt bin ich wirklich undercover. Ich bin jetzt ein V-Mann. Und merke: Es ist etwas völlig anderes, in einem Milieu zu recherchieren und dabei sein Selbstbewusstsein insgeheim aus der Differenz zu diesem Milieu zu beziehen, als diesem Milieu anzugehören.

Romanistan ist überall!

Heute mit dem Thema „Romanistan ist überall!“, dass euch zum einen unser Projekt Romanistan näher bringen soll und auch entlang des Festwochen Projektes „Safe European Home?“, die Frage nach den Möglichkeiten politischer Kulturarbeit stellen will. Dazu gereichen wir Auszüge aus Gayatri Spivaks Anmerkungen zu "Roma Protokoll", einem Teil der „Safe European Home?“ Ausstellungen. Mit den Kulturarbeiter_innen des Monats Nenad Marinkovic und Ljubomir Bratic sprachen wir zu den ersten Vorhaben des eben begonnenen Romanistan-Projektes. Die sputniks on Air versprechen eine interessante Zeitreise in die Gender-Schlachtfelder während des Kalten Krieges.

Queere De-/Konstruktionen: Von Abtragungen und Baustellen

Heute stellen wir euch die aktuelle Ausgabe der Kulturrisse vor, die in Zusammenarbeit mit der Queerkonferenz „Import – Export – Transport“, die Ende April in Wien stattgefunden hatte, entstanden ist. In den Schwerpunkttexten „Oppositionen“ geht es – wie der Titel „Queere De-/Konstruktionen: Von Abtragungen und Baustellen“ schon andeutet, um die Nutzbarmachung von queerer Theorieproduktion für queeren Aktivismus und umgekehrt. In „A bisserl mehr Senf, bitte“ sprachen wir mit Elisabeth Mayerhofer über die Liebe zum Kolumnenformat, dem Künstlergenie, das auf Aktivismus trifft und (neue) Formen kollektiver (Kunst-)Produktion. Und die sputniks on air zeigen uns die Welt der Unterwasserfelsen, diesmal mit einem besonderen Gespür für unerzählte Geschichten der Geschlechter- und Sexualitätsfragen im Kommunismus.

O-Ton Mitschnitt: Kunst und Kultur ohne Barrieren?!

Jeder hat ein Recht auf Kunst und Kultur. Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderung benötigen dabei oft andere Impulse und Hilfsmittel als die herkömmlichen, um an Kunst und Kultur herangeführt zu werden. Wie gehen Kulturinstitutionen mit diesem Wissen und dieser Situation um? Wie definieren soziale Einrichtungen ihre Bedürfnisse und die ihrer KlientInnen und wie wird darauf aufmerksam gemacht? Wie und wo funktioniert eine Annäherung? Wie reagiert die Gesellschaft? Wie die Medien?

Neues aus der Kleingartensiedlung: Wir haben jetzt auch Bobos!

Für die Kleingärtnerin, den Kleingärtner ist nun eine Zeit der Fülle angebrochen. Jeder Baum, jeder Strauch scheint sich für die Pflege und Zuneigung, die man ihm angedeihen hat lassen, bedanken zu wollen. Jede Pflanze streckt einer/m ihre Früchte entgegen. Him-, Erd- und Heidelbeeren schreien richtig danach, gepflückt zu werden. Die frühen Apfelsorten lachen schon von den Zweigen, und die Kirschen befinden sich längst in ihren Einmachgläsern

Schau dich doch mal um

Drei Assoziationen zur Mayday!-Parade 2011? Wahnsinn, Hasen und Karotten.

Der Kunst Grenzen setzen!

Der Bewegungsmelder Kultur bringt in Kulturpolitik aktuell Kritisches zur Fremdenrechtsnovelle 2011 und weist insbesondere auf Widersprüche in Bezug auf die UNESCO Konvention zur kulturellen Vielfalt hin. Die Kulturarbeiterin des Monats kommt mit Anita Hofer aus der rebellischen Steiermark und die sputniks on air sorgen sich um die um sich greifende Verunsicherung.

Triumph des Kleinbürgertums

Das Bildungsbürgertum blickt auf uns herab, weil unsere Horizonte angeblich zu eng seien. Die Bohème verabscheut unsere Sekundärtugenden. Die Linke hasst uns, weil wir ihre Revolution nicht ins Werk setzen. Und die politische Kaste dichtet uns Ausländerfeindlichkeit an, um in unserem Namen ihre xenophobe Politik durchzusetzen.

Gender\====/Bending the Wall*

„Erwischt“ hat es stattdessen ein_e Sportler_in aus dem neutralen und blockfreien Österreich, der Olympia-Siegerin Erika Schinegger wurde ihre Goldmedaille aufgrund von Intersexualität aberkannt. Erik Schinegger durfte nie wieder im österreichischen Schiteam antreten.

Networking - Not Working?

Diesmal wird in mehrerer Hinsicht Rückschau gehalten: Zum einen in Kulturpolitik aktuell, wo wir euch von der Konferenz "Wert und Nutzen des Netzwerkens - oder ist Networking not working" berichten. Im Anschluss an diese Konferenz fand die 20 Jahr Feier der IG Kultur Österreich statt, unser Seitenblicke-Team bat Mitstreiter_innen um einen Kommentar.

Tod durch Subvention!?!

Eine Organisation, die sich ohne potente Rückendeckung auf das Spiel mit den Subventionen einlässt, kann nur überleben, wenn sie eine klare und finanziell gangbare Perspektive für ein Leben ohne Subvention hat. Wenn es darüber in der Organisation keinen Konsens gibt, wird die Organisation beim ersten größeren Ausfall der Subventionierung zerbrechen.