Rasenmäher stutzt Fortschritt in der Kultur

Pressemitteilung der IG Kultur Steiermark vom 31.01.2011. Kein anderes Bundesland investiert so wenig in die Kultur!

Pressemitteilung der IG Kultur Steiermark vom 31.01.2011
Kein anderes Bundesland investiert so wenig in die Kultur!

>> Kleine Zeitung, 2. Februar 2011
>> Steirerkrone, 2. Februar 2011
>> Kleine Zeitung, 3.2.2011 (jpg)
>> Falter, 8.2.2011 (pdf)
>> area V.info, 14.3.2011 (jpg)

Mit einem Anteil von nur 1,5% aus dem Landesbudget zeichnet sich die Steiermark schon bisher als Schlusslicht in Österreich aus. Dieser Rang wird durch die angekündigten Budgetkürzungen mit Leichtigkeit zu verteidigen sein.

Aber damit nicht genug! Denn auch die positiven Errungenschaften der letzten Jahre, mit denen sich die Steiermark trotz kleinstem Budget als fortschrittliches Kulturland etablieren konnte, sind gefährdet.
Die Fakten: Als 2005 das neue Kunst- und Kulturfördergesetz in Kraft trat, diente es den anderen Bundesländern als Vorbild für eine zukunftsweisende Kulturpolitik. Denn zu seinen maßgebenden Neuerungen zählten neben Transparenz in der Mittelvergabe und klare Standards in der Verwaltung vor allem die Bekenntnisse zu Innovation und zu einem partnerschaftlichen Verhältnis zwischen Kulturschaffenden und Kulturpolitik. Dazu gehört auch der Abschluss von mehrjährigen Verträgen, der einerseits längerfristiges Planen und Arbeiten und andererseits Verbindlichkeit und Verlässlichkeit beider VertragspartnerInnen gewährleistete.

Damit ist 2011 nun Schluss! Verträge werden brüchig, weil sich die Landesregierung mit der Budgeterstellung schwer tut. – Wie hoch die vertraglich festgesetzten Budgetmittel im laufenden Budgetjahr sein werden und wann mit einer Auszahlung der Beträge zu rechnen ist, wissen die VertragspartnerInnen bis heute nicht. Beides erschwert die Arbeit der Kulturbetriebe wesentlich: Für sie fallen Kreditkosten an, die auf Seiten der Landesregierung zu Sparzinsen werden. Nur eines scheint klar zu sein: dass alle Verträge gekürzt werden. – Fortschritt ade, Vorbild ade. Denn: Planungssicherheit, wirtschaftliche Sorgfältigkeit und Arbeitsplätze stehen mit dieser Vorgangsweise auf dem Spiel.

Damit noch immer nicht genug! Denn darüber hinaus gibt es einen Zusatzfaktor, der die Arbeitsplätze in den steirischen Kulturbetrieben bedroht: Auch das in Österreich einzigartige und nachahmenswerte Beschäftigungsmodell St:WUK, das viele Arbeitsplätze in der Kultur ermöglichte, wurde um 23% gekürzt. – Ein weiterer Schritt zur Vernichtung des innovativen und produktiven Kulturlandes Steiermark.

 

 

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Plus 25%

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