Fair Pay, Entlohnung, Bezahlung, Arbeit in Kunst und Kultur, Kulturarbeit - Gehaltsempfehlungen 2026 Ein zentrales Instrument für die Berechnung von FAIR PAY ist das Gehaltsschema der IG Kultur für Kulturvereine. Es bietet eine Grundlage, um bei Fördereinreichungen Personalkosten für unselbständig Beschäftigte auf einer transparenten Basis zu kalkulieren und den Finanzierungsbedarf aufzuzeigen, der notwendig wäre, um "Fair Pay" in der Kulturarbeit zu ermöglichen. Für 2027 beträgt die empfohlene Erhöhung gegenüber 2026 im Schnitt +2,8%. Alle Details zum Schema sowie Antworten auf die häufigsten Fragen findet ihr hier.
Wie steht es um die Budgets der kommenden Jahre, was bedeutet die fehlende Valorisierung für die freie Szene und wie können Fair Pay, kulturelle Teilhabe und bessere soziale Rahmenbedingungen gesichert werden? Ein spontanes Sommertreffen im Theater Kosmos in Bregenz mit Vizekanzler Andreas Babler und der freien Kunst- und Kulturszene generierte mehr als 30 dringende Fragen an den Kulturminister. Hier der Rückblick eines Gesprächs über kulturpolitische Ansprüche, konkrete Vorhaben und jene Fragen, auf die es noch Antworten braucht.
Fair Pay, Entlohnung, Bezahlung, Arbeit in Kunst und Kultur, Kulturarbeit - Gehaltsempfehlungen 2026 Das Fair-Pay-Gehaltsschema für Kulturarbeit steigt 2027 im Schnitt um 2,8 Prozent. Gleichzeitig werden frei vergebene Kunst- und Kulturförderungen gekürzt, während die für Fair Pay vorgesehenen zehn Millionen Euro seit 2024 unverändert bleiben – und real Jahr für Jahr an Wert verlieren. Die daraus entstehende Finanzierungslücke wird immer größer. Warum die IG Kultur das Fair-Pay-Schema gerade deshalb weiterführt – und welche politischen Konsequenzen daraus folgen müssen.
Ticketpreise durch Kultureuro Ankündigung höher? Symbolbild Ticketschalter (nicht in Wien), @ Philip Yu via Unsplash Noch gibt es weder einen Gesetzesentwurf noch eine Einigung über den Wiener „Kultureuro“ – die Ablehnung ist trotzdem längst da. Ob der Vorstoß im politischen Tauziehen überhaupt Realität wird, ist offen. Gerade deshalb stellt sich jetzt die Frage, unter welchen Bedingungen daraus ein echtes Solidarmodell für zusätzliche Kulturfinanzierung werden könnte – ohne sozialen Zugang und kleine Veranstalter*innen zu gefährden. Einfach eine neue Ticketsteuer einzuführen, ist jedenfalls keine gute Idee. Ein Kommentar.
Die Kunst- und Kulturstrategie Kärnten | Koroška 2030 ist veröffentlicht. Nach einem zweijährigen Prozess liegt damit erstmals ein gemeinsamer Plan für die kulturpolitische Entwicklung des Landes vor. Parallel zum Erarbeitungsprozess hat die IG KiKK auf Basis einer österreichweiten Analyse von Kulturstrategien Empfehlungen für die Kärntner Strategie entwickelt. Wie viel davon wurde aufgegriffen? Die folgende Einordnung zeigt, inwiefern zentrale Empfehlungen der IG KiKK in der vorliegenden Strategie berücksichtigt wurden.
Der Verein Acoustic Lakeside bekommt vor Gericht Recht. Nach drei Jahren Rechtsstreit ist im Fall Acoustic Lakeside nun klar: Die freiwillige und unentgeltliche Mitarbeit der Vereinsmitglieder wurde hier nicht als anmeldepflichtiges Beschäftigungsverhältnis eingestuft. Zugleich zeigt der Fall, wie groß die rechtlichen und finanziellen Risiken für ehrenamtlich getragene Kulturvereine sein können und welche grundsätzlichen Fragen sich daraus für die Rahmenbedingungen und die Rechtssicherheit ehrenamtlicher Kulturarbeit ergeben.
Es hat sich ein internationalisierter Kulturkampf gebildet, der klar gegen progressive Kunst und erkämpfte demokratische Rechte auftritt. Wir werden als Kunst- und Kulturszene nicht darum herumkommen, Allianzen mit allen konstruktiven und demokratiefreundlichen Parteien zu suchen. Ein Kommentar.
Die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie ist am 7. Juni 2026 abgelaufen – ein österreichisches Umsetzungsgesetz gibt es weiterhin nicht. Was die Richtlinie für Kulturinitiativen bedeutet, welche Regeln schon jetzt – auch für kleine Vereine – gelten und welche Fragen noch offen sind.
Ausstellungen im öffentlichen Raum werden mutwillig zerstört, einer Marienstatue der Kopf abgesägt, Kunstinstallationen beschädigt, die öffentliche Finanzierung kontroverser Kunst wird in Frage gestellt, involvierte Künstler*innen und Kulturarbeitende versucht durch Hassmails oder rechtsextreme Aufmärsche einzuschüchtern. Die Liste an Angriffen auf die Kunstfreiheit in Österreich in jüngster Zeit ist lang.
Rockhouse Salzburg, Diskussion zum Kulturbudget und Kulturkürzungen mit Rudolf Scholten, Sonderberater von Kulturminister Andreas Babler, Foto: Rockhouse Salzburg © Eweht / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, bearbeitet (Ausschnitt, Farbgebung angepasst, Schrift ergänzt) Das Doppel-Kulturbudget 2027/28 des Bundes sorgt derzeit für intensive Debatten, es wird um 3,3 % gekürzt. Besonders freie Kulturarbeit steht unter Druck. Wie können unter diesen Rahmenbedingungen regionale und zeitgenössische Kulturarbeit, unabhängige Kulturinitiativen und autonome kulturelle Räume langfristig abgesichert werden? Einladung zur Diskussion am 24. September mit Rudolf Scholten, Yvonne Gimpel und Alf Altendorf im Rockhouse Salzburg.
Wie steht es um die Demokratie in Österreich – und was sagt der weltweite Blick auf ihren Zustand? Zwischen globaler Autokratisierung, dem Rückgang liberaler Demokratien und wachsenden Repräsentationsdefiziten. Eine Analyse zum Stand der Demokratie in Österreich und weltweit.
Kultur Netzaktivismus Online Aktivismus Es beginnt oft mit einem Klick. Eine Story, ein Posting, ein Kommentar, eine Petition unterschreiben zwischen Tür und Angel. Die bekanntesten Beispiele reichen von #MeToo und #BlackLivesMatter über die junge Klimabewegungen, #Kulturlandretten gegen Kürzungen im Kulturbereich und die zahlreichen Kampagnen von #Aufstehn. Mit einem Klick Haltung zeigen ist leicht, doch ab wann hat der Netzaktivismus einen echten Impact?