EU-Kulturpolitik

Protest gegen die Demontage des Kunst-, Kultur- und Bildungsressorts in der EU

Die Zukunft Europas darf nicht die Abschaffung von Bildung, Kunst und Kultur sein. Österreichische Kunst- und Kultureinrichtungen rufen auf Initiative der IG Autorinnen Autoren, des Klangforum Wien, der IG Kultur Österreich und der Musikergilde zum Widerstand gegen die Umwandlung der Zuständigkeit des bisherigen EU-Kommissars für „Bildung, Kultur, Jugend und Sport“ in ein Ressort für „Innovation und Jugend“ auf. Allgemeine Unterzeichnungen der Protestnote sind weiterhin möglich.

Kulturrat fordert Kunst- und Kulturressort in der Europäischen Kommission

(Offener Brief vom 25.09.2019) Kein Ressort für Kunst und Kultur, sondern Zu- und Unterordnung unter „Innovation und Jugend“, aber ein Ressort für den „Schutz der europäischen Lebensweise“, zuständig für Migration. Wir fordern dazu auf, alle Möglichkeiten zu nutzen, um dieser Entwicklung mit aller Vehemenz entgegenzutreten.

EU-Kommission ohne Kultur?! Wie die EU ihre eigene Demontage befeuert

Am 1. November soll die neue EU-Kommission ihr Amt antreten. Ein/e Kommissar/in für Kultur ist nicht mehr vorgesehen. Dies ist nicht nur ein Ausdruck der Geringschätzung der Kultur auf EU-Ebene, sondern auch eine Absage an eine europäische Kulturpolitik und Schwächung des europäischen Projekts insgesamt. Eine Analyse.
"Voices of Culture", die Plattform für strukturierten Dialog zwischen der Europäischen Kommission und dem Kultursektor, sucht ExpertInnen zum Thema "Gender Euquality: Gender Balance in cultural and creative sectors" für die Teilnahme an zwei ExpertInnen-Treffen Anfang September und Anfang November 2019. Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten werden übernommen. Bewerbungsfrist ist der 14. Juni 2019.

Auf alten Pfaden oder Creative Europe reloaded 2.0

Ab 2021 wird das EU-Förderprogramm „Creative Europe“ neu aufgelegt. Aktuell verhandeln Europäisches Parlament und Rat noch über das Programm. Die Konturen des zukünftigen Programms zeichnen sich jedoch immer stärker ab – und es wird einige Neuerungen bringen. Eine substantielle Trendwende, weg von der wirtschaftlichen Outputorientierung, ist jedoch nicht zu erwarten. Zu ausgetreten sind die Pfade, die in den letzten Jahren eingeschlagen wurden.