Unterstützungsmöglichkeiten für von COVID19-Maßnahmen betroffene Kunst- und Kulturakteur*innen

Von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus sind alle betroffen, für in Kunst und Kultur Tätige kann der Einnahmenausfall existenzbedrohend sein. Hier findet ihr eine Zusammenschau aktueller Maßnahmen und Unterstützungsmöglichkeiten, um akute Notlagen von Kulturvereinen sowie Künstler*innen- und Kulturarbeiter*innen abzufedern.
Covid19 Corona Unterstützungsmöglichkeiten Hilfsleistungen Kultur Kunst

Erstfassung erstellt: 20. März 2020, 21:00 Uhr 
Letzte Aktualisierung: 24. November 2020, 08:15 Uhr

 

Überblick Corona-Unterstützung


Mit der folgenden Zusammenstellung wollen wir Euch eine Orientierung über die wichtigsten Maßnahmen und Unterstützungsmöglichkeiten für von COVID19-Maßnahmen betroffenen Kulturvereine und Kunst- und Kulturakteur*innen, die aktuell (noch) verfügbar sind. Die Informationen werden laufend aktualisiert. Bitte informiert euch zusätzlich auch über den aktuellen Stand auf den einschlägigen Seiten der jeweiligen Institutionen. Die jeweiligen Quellen sind am Ende angegeben. Wenn Ihr uns auf weitere Unterstützungsmöglichkeiten hinweisen wollt, lasst es uns wissen unter @email
 

Corona-Unterstützung für (gemeinnützige) Kulturvereine

[letztes Update: 10.11.2020]

Aktuelles: Der NPO-Fonds soll bis zumindest Ende 2020 verlängert werden, das heißt auch für das 4. Quartal 2020 Zuschüsse gewähren. Die Bedingungen und Modalitäten für dieses 4. Quartal befinden sich aktuell in Verhandlung. Ebenso wird voraussichtlich der Einnahmenausfall-Ersatz für den Lockdown-Monat November für gemeinnützige Vereine über den NPO-Fonds abgewickelt werden. Auch hierzu sind die Richtlinien erst in Ausarbeitung. Einreichungen für das 4. Quartal sowie den Einnahmenausfall-Ersatz werden voraussichtlich erst 2021 möglich sein.

HINWEIS: Wenn ihr Fragen oder Probleme bei der Antragstellung zum NPO-Fonds habt, stehen wir Euch unterstützend zur Seite unter @email oder telefonisch unter 0650 / 503 71 20.  

 

Kurzbeschreibung:

Der NPO-Fonds unterstützt gemeinnützige Organisationen durch Zuschüsse zu laufenden Fixkosten und einem Pauschalbetrag (berechnet auf Basis der Einnahmen 2019). 
 

Voraussetzungen:

Antragsberechtigt sind u.a.: 

  • Non-Profit-Organisationen (NPOs), etwa gemeinnützige Vereine, die die Voraussetzungen der §§34-47 der Bundesabgabenordnung zur Gemeinnützigkeit erfüllen
  • mit Sitz und Tätigkeit in Österreich (Ausnahme: gemeinnützige Rechtsträger aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit) 
  • die seit mindestens 10.03.2020 bestehen 
  • von einem COVID-19 bedingten Einnahmenausfall betroffen sind und 
  • zumutbare Maßnahmen zur Schadensminimierung gesetzt haben (z.B. um Mietzins-Senkung angesucht haben, …) 
     

Berechnung der Unterstützung: 

Der Zuschuss setzt sich aus zwei Teilen zusammen, die miteinander kombiniert oder einzeln beantragt werden können:

Struktursicherungsbeitrag
= pauschal 7% der Einnahmen 2019 oder alternativ der Durchschnitt der Einnahmen 2018 / 2019; 

Förderbare Kosten, die bis zu 100% ersetzt werden. Das sind u.a.: 

  • betriebsnotwendige Kosten im Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020, etwa Zahlungsverpflichtungen für Miete und Pacht (hierzu zählen auch gestundete Mieten); betriebsnotwendige Versicherungsprämien; Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen; Finanzierungskosten für Leasingraten; nicht das Personal betreffende betriebsnotwendige, vertragliche Zahlungsverpflichtungen, z.B. Buchhaltungskosten, Kosten für die Lohnverrechnung, Jahresabschlusskosten und Betriebskosten (jedoch keine Personalkosten); Zahlungen für Wasser, Energie und Telekommunikation und Reinigungskosten, Betriebskosten von Liegenschaften (z.B. Abwasser- und Abfallentsorgung); Wertverlust bei verderblicher oder saisonaler Ware, die mindestens 50% ihres Wertes verloren hat; Kosten für die Bestätigung durch Steuerberater*in/Wirtschaftsprüfer*in (sofern erforderlich)
  • unmittelbar durch COVID-19 verursachte Mehrkosten im Zeitraum zwischen 10. März und 30. September, z.B. Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel, COVID-19 Tests (jedoch keine Personalkosten), 
  • Kosten für sogn. "frustrierte Aufwendungen" für Veranstaltungen, die aufgrund von COVID-19 nicht stattfinden konnten, und die Zahlungsverpflichtung vor dem 10.03. eingegangen wurde (z.B. Drucksorten, die nicht verwendet werden konnten, Stornokosten für Räumlichkeiten, vertraglich definierte Ausfallgagen für Künstler*innen, etc.) ; 

Hinweis: Personalkosten zählen grundsätzlich nicht zu förderbaren Kosten! 
 

Höhe der Unterstützung: 

Die Höhe der Unterstützung hängt von den förderbaren Kosten und den Einnahmen 2019 ab. 

Untergrenze: 
Förderungen werden erst ab € 500 gewährt. 

Obergrenze: 
Ist die berechnete Unterstützung höher als € 3.000, wird die Unterstützung mit dem Einnahmenausfall 2020 im Vergleich zu 2019 gedeckelt. Zur Berechnung des Einnahmenausfalls sind die Einnahmen der ersten drei Quartale 2020 den Einnahmen der ersten drei Quartale 2019 gegenüber zu stellen. Waren die Einnahmen 2019 ungewöhnlich niedrig kann alternativ der Durchschnitt der Einnahmen der ersten drei Quartale der Jahre 2018 / 2019 herangezogen werden. 

Ferner gilt: 
maximaler Struktursicherungsbeitrag: € 120.000 / Organisation
maximale Unterstützung: € 2,4 Millionen / Organisation

HINWEIS: Als Einnahmen gelten (für die Berechnung des Einnahmenausfalls) sämtliche Zuflüsse in den ersten drei Quartalen, unabhängig davon, wofür diese gewidmet sind! Beispielsweise: Mitgliedsbeiträge, Subventionen, Spenden, AMS-Zuschüsse (für z.B. Altersteilzeit oder Kurzarbeit), Einnahmen aus Ticketverkauf, Gastronomie, etc. 
Die Berechnung des Einnahmenausfalls und die Begrenzung der Zuschusshöhe mit dem Einnahmenausfall entfällt, sofern die beantragten förderbaren Kosten  3.000,- nicht überschreiten. 

 

Unterstützungszeitraum: 

Aktuell unterstützt der NPO-Fonds COVID-19 förderbare Kosten bis 30.09.2020. Eine Verlängerung bis zumindest 31.12.2020 ist in Vorbereitung (Details noch ausständig). 
 

Antragsfrist: 

31.12.2020 (für den aktuellen Unterstützungszeitraum bis Ende September 2019). 
 

Antragsstellung: 

Online via npo-fonds.at

Eine Bestätigung des Antrags durch eine*n Steuerberater*in oder Wirtschaftsprüfer*in ist zusätzlich erforderlich, wenn: 

  • ein Zuschuss von über € 12.000 beantragt wird oder 
  • im Jahr 2019 Einnahmen von über € 120.000 erzielt wurden oder 
  • über 10 Dienstnehmer*innen (= unselbständig Beschäftigte und freie Dienstnehmer*innen) im letzten Geschäftsjahr beschäftigt wurden
     

Zusammenspiel mit anderen Fonds: 

Bezug von AMS-Kurzarbeitsbehilfe ist kein Problem. Unterstützung durch den Fixkostenzuschuss (FinanzOnline) ist de facto ausgeschlossen, da NPOs dafür nicht anstragsberechtigt sind. 
Zu beachten: Kosten, die der NPO-Fonds fördert, dürfen nicht durch andere Förderstellen gedeckt sein (z.B. Kulturförderungern oder COVID-Förderungen etwa der Bundesländer). 
 

Tipps aus der Praxis: 

Achtet darauf, dass nur förderbare Kosten angegeben werden, die nicht von einer anderen Förderstelle (z.B. Kulturförderung) bereits gedeckt sind. Andernfalls handelt es sich um eine sogenannte "Doppelförderung" die zu einer Rückforderung des Zuschusses führen kann! 
 

Links & weiterführende Informationen: 

FAQs zum NPO-Fonds 
Einreichung zum NPO-Fonds 
NPO-Service-Hotline: Tel.: +43 1 267 52 00 | @email

 

[letztes Update: 18.11.2020]

Aktuelles: Allen von Schließungen bzw. dem Veranstaltungsverbot betroffenen Kultureinrichtungen soll unabhängig von der Rechtsform und Unternehmensgröße 80% des Umsatzes im November ersetzt werden, so die politische Ankündigung vom 06.11.2020. Umgesetzt ist diese Möglichkeit bislang nur für umsatzsteuerpflichtige Unternehmen. Kulturvereine, die nicht umsatzsteuerpflichtig sind - das trifft auf die meisten gemeinnützigen Kulturvereine zu - müssen noch warten. Auch ihnen soll der Einnahmentfall kompensiert werden. Die Beantragung wird jedoch nicht via FinanzOnline, sondern über alternative Fonds - voraussichtlich den NPO-Fonds - laufen. Die Details bzw. wie und wo umsatzsteuerbefreite Einrichtungen diesen Ersatz einreichen können, werden aktuell ausgearbeitet. Wir gehen davon aus, dass eine Einreichungen für den Einnahmenausfallersatz erst 2021 möglich sein wird.

Die folgende Information bezieht sich ausschließlich auf umsatzsteuerpflichtige Organisationen. Sobald die Details zur Einreichung für nicht umsatzsteuerpflichtige Vereine vorliegen, ergänzen wir sie an dieser Stelle. 

Kurzbeschreibung

Alle von Schließung bzw. dem Veranstaltungsverbot betroffenen (Kultur-)Einrichtungen und Unternehmen, unabhängig von der Rechtsform und Unternehmensgröße, wird pauschal 80% des Umsatzes ersetzt.  
 

Voraussetzungen:

Antragsberechtigt sind Unternehmen bzw. umsatzsteuerpflichtige Organisationen*, die alle der folgenden Vorraussetzungen erfüllen:

  • mit Sitz und Tätigkeit in Österreich 
  • steuerpflichtige Einkünfte nach §§ 22 und 23 des EStG erzielen (siehe Hinweis #1) 
  • zwischen 3. und 30. November 2020 keine Mitarbeiter*innen kündigen
  • von der aktuellen COVID-19 Schutzmaßnahmenverordnung direkt betroffen sind (z.B. durch das Betretungsverbot für Freizeiteinrichtungen oder das Veranstaltungsverbot, siehe Hinweis #2) und  
  • in einer Branche tätig sind, die direkt betroffen ist (siehe Hinweis #3). 

*auch gemeinnützige Vereine oder GmbHs sind antragsberechtigt. Hierfür müssen sie  Unternehmen im Sinne des Unternehmensgesetzbuchs und unternehmerisch im Sinne des Umsatzsteuergesetzes tätig sein.

HINWEIS #1: Seitens des Finanzministeriums wurde klargestellt, dass bei gemeinnützigen „Unternehmen“ bereits der Umstand ausreicht, dass ihre Einkünfte dem Grunde nach zu Einkünften §§ 22 oder 23 EStG führen würde. 

HINWEIS #2: Den Lockdown-Umsatzersatz kann nur beantragen, wer von der aktuellen COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung direkt betroffen ist und in einer Branche tätig ist, die direkt betroffen ist. Für die Praxis heißt das: Es können nur jene beantragen, die entweder selbst eine (Kultur-)Einrichtung betreiben oder als Veranstaltende unmittelbar betroffen sind. Freischaffende Künstler*innen sind davon idR nicht erfasst (siehe unten Lockdown-Bonus für Künstler*innen). 

HINWEIS #3: Zusätzlich zu der direkten Betroffenheit (entweder durch Veranstaltungsverbot oder Betretungsverbot, siehe Hinweis #2) muss die Organisation auch in einer Branche tätig sein, die direkt betroffen ist. Das Finanzministerium hat hierzu eine Liste erstellt, welche Branchen als direkt betroffen gelten. Grundlage hierfür ist die ÖNACE-Klassifikation

Nähere Informationen, welche Tätigkeiten den abstrakten ÖNACE-Beschreibungen in der Praxis umfassen, finden sich bei der Statistik Austria, beispielsweise zu
-   ÖNACE R 90.04 Betrieb von Unterhaltungs- und Kultureinrichtungen
-   ÖNACE R 90.02 Erbringung von Dienstleistungen der darstellenden Kunst
-   ÖNACE R 91.02 Museen
-   ÖNACE J 59.14 Kinos 
-   ÖNACE P 85.52-9 Kulturunterricht

Die Branchenzuordnung ist beim Finanzamt mittels ÖNACE-Klassifikation hinterlegt und wird automatisch von dort übernommen, d.h. sie muss bei Antragstellung nicht angegeben werden. Sollte aufgrund eines Irrtums eine falsche ÖNACE-Nummer angegeben worden sein oder sich die Tätigkeiten geändert haben, kann dies noch geändert werden.
Bei Unklarheiten zur eigenen ÖNACE-Zuordnung steht die Statistik Austria unter @email bzw. telefonisch unter 01 / 71128-8686 zur Verfügung. Um eine möglichst schnelle Bearbeitung oder ggf. Richtigstellung der ÖNACE-Zuordnung vornehmen zu können, bittet die Statistik Austria bei Kontaktaufnahme um Übermittlung einer eindeutigen Identifikationsnummer (z.B. Steuernummer, ZVR, KUR oder GLN) sowie einer prägnanten, kurzen Tätigkeitsbeschreibung. 

 

Höhe der Unterstützung: 

Ersetzt werden pauschal 80% des Umsatzes des Vergleichszeitraum im Jahr 2019 auf Basis der Steuerdaten, die der Finanzverwaltung vorliegen. Die Berechnung erfolgt automatisch auf Basis der Umsatzsteuervoranmeldung des November 2019, falls diese nicht vorliegt ein Drittel des 4. Quartals 2019, falls diese nicht vorliegt ein Zwölftel der letzten rechtskräftigen USt-Jahreserklärung.

maximale Unterstützung: € 800.000 / Organisation
mindestens jedoch: € 2.300 / Organisation
 

Unterstützungszeitraum: 

November 2020
 

Antragsfrist: 

15. Dezember 2020
 

Antragsstellung: 

via FinanzOnline
 

Zusammenspiel mit anderen Fonds: 

Zahlungen aus dem Härtefallfonds, Fixkostenzuschuss (für andere Zeiträume) oder Corona-Kurzarbeitsbeihilfe müssen nicht gegengerechnet werden.

Zuschüsse aus dem NPO-Fonds sind anzugeben, sofern sie staatliche Beihilfen nach EU-Wettbewerbsrecht darstellen. Dies ist der Fall, wenn Beihilfen geeignet sind, den Wettbewerb oder den zwischenstaatlichen Handel spürbar zu beeinträchtigen (hier gilt eine Begrenzung von maximal € 800.000 pro Organisation). In der Regel trifft dies auf kleine und mittlere Kulturvereine nicht zu.
 

Links & weiterführende Informationen: 

BMF Richtlinien zum Lockdown-Umsatzersatz
BMF FAQs zum Lockdown-Umsatzersatz
FinanzOnline
BMF Informationsseite zum Lockdown-Umsatzersatz
BMF Corona Hotline: 050 233 770 | @email

[letztes Update: 10.11.2020]

Aktuelles: Die Details bzw. Bedingungen, unter denen die angekündigte "Notfallförderung" beantragt werden kann, befinden sich noch in Ausarbeitung.

Am 06.11.2020 hat die Bundesregierung angekündigt, dass das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport (BMKOES) für Kultureinrichtungen, die trotz Inanspruchnahme aller möglichen Hilfsmaßnahmen immer noch existenzielle Probleme haben, eine Notfall-Förderung schafft, dotiert mit insgesamt 10 Millionen Euro. Die Details dazu sind noch in Arbeit. 

HINWEIS: Grundsätzlich gilt: informiert fördernde Stelle nicht nur umgehend über erforderliche Schließungen, Absagen oder Verschiebungen (es besteht eine Informationspflicht der Fördernehmer*innen), sondern auch wenn finanzielle Schwierigkeiten absehbar sind. 

[letztes Update: 10.11.2020]

Aktuelles: Seit 1. Oktober 2020 gilt das COVID-19 Kurzarbeitsmodell Phase III. Dieses ermöglicht bis - vorläufig - Ende März die Arbeitszeit auf bis zu 30% (in Ausnahmefällen auf bis zu 10%) zu reduzieren und Arbeiternehmer*innen trotzdem in einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis bei fast vollem Lohnausgleich zu behalten. Innerhalb des Kurzarbeitszeitraumes ist eine Ausfallzeit bis 100% möglich, im Durchschnitt des Kurzarbeitszeitraumes dürfen aber nicht unter 20% und nicht über 70% (in Ausnahmefällen 90% - nur mittels gesonderten Antrags) Ausfallzeit unter- bzw. überschritten werden.
 

Kurzbeschreibung:

Kurzarbeit ist eine vorübergehende Herabsetzung der Normalarbeitszeit (und in Folge das Arbeitsentgelt) wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Ziel von Kurzarbeit ist es, die Arbeitskosten temporär zu reduzieren und gleichzeitig die Beschäftigten zu halten. Das AMS ersetzt dem Arbeitgeber Pauschalsätzen pro Ausfallstunde ("Kurzarbeitsbeihilfe").
 

Voraussetzungen:

  • Betriebsstandort ist Österreich
  • Die Kurzarbeit dient der Überbrückung vorübergehender, wirtschaftlicher Schwierigkeiten in Zusammenhang mit COVID-19, z.B. Einnahmenausfall in Folge des Veranstaltungsverbots (neu: die wirtschaftlichen Schwierigkeiten müssen begründet werden, ab 5 Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit muss die Notlage zusätzlich von einem/einer Steuerberater*in oder Wirtschaftsprüfer*in bestätigt werden); 
  • Der Arbeitszeitausfall in Phase III beträgt mindestens 20% und maximal 70% (in Ausnahmefällen 90%) der Normalarbeitszeit laut Gesetz oder Kollektivvertrag bzw. bei Teilzeit laut Arbeitsvertrag vor Kurzarbeit. Innerhalb des Kurzarbeitszeitraumes ist eine Ausfallzeit bis 100% möglich, im Durchschnitt des Kurzarbeitszeitraumes dürfen aber 70% (in Ausnahmefällen 90%) Ausfallzeit nicht überschritten werden.
  • eine rechtsgültige COVID-19 Sozialpartnervereinbarung ist vorzulegen (ab 01.10.2020 ist zwingend dieses Formular, Version 8.0, zu verwenden), die die näheren Bedingungen der Kurzarbeit definiert, insbesondere: Geltungsbereich, Dauer, Festlegung des Arbeitszeitausfalls, Entgeltanspruch während Kurzarbeit, Aufrechterhaltung des Beschäftigtenstandes. Hierzu zählt insbesondere die Nettoersatzrate für Beschäftigte (zwischen 80-90%) und die Behaltepflicht nach Beendigung der Kurzarbeit von einem Monat.
  • Die Kurzarbeit kann nur für arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer*innen beantragt werden (d.h. z.B. auch Teilzeitbeschäftigte, freie Dienstnehmer*innen und Geschäftsführer*innen - sofern ASVG-pflichtversichert - sind; geringfügig Beschäftigte hingegen sind ausgeschlossen!); 

Hinweis: Die ausgefallenen Arbeitsstunden können künftig für Weiterbildungen genutzt werden. Die Weiterbildungskosten werden vom AMS gefördert (siehe AMS-Schulungskostenbeihilfe für Beschäftigte in COVID-19 Kurzarbeit).
 

Berechnung der Unterstützung: 

Der/die Arbeitgeber*in zahlt die Kosten für die tatsächlich geleistete Arbeit, die Mehrkosten für die entfallenen Arbeitsstunden übernimmt das AMS, auch die Lohnnebenkosten. Konkret erhält der/die Arbeiter*in dafür (rückwirkend!) vom AMS eine Kurzarbeitsbeihilfe für die Ausfallstunden.  In der Kurzarbeitsbeihilfe sind die anteiligen Sonderzahlungen, die anteiligen Beiträge zur Sozialversicherung (bezogen auf aus Entgelt vor Einführung der Kurzarbeit) und die sonstigen lohnbezogenen Dienstgeberabgaben enthalten. 
> AMS-Rechner für COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe

Die Arbeitnehmer*innen erhalten eine Nettoentgeltgarantie. Das ist jener Prozentsatz des bisherigen Nettoentgelts, das der/die Arbeitnehmer*in vor Beginn der Kurzarbeit hatte, abhängig vom Bruttoentgelt. Die Ausfallsstunden werden Arbeiternehmer*innen in Form einer Kurzarbeitsbeihilfe vom AMS fast zur Gänze ausgeglichen – d.h. die Mehrkosten trägt das AMS; nicht der*die Arbeitgeber*in (siehe auch unten): 

  • Bruttoentgelt vor Kurzarbeit bis zu € 1.700,- 90% des bisherigen Nettoentgeltes;
  • Bruttoentgelt vor Kurzarbeit bis zu € 2.685,- 85% des bisherigen Nettoentgeltes;
  • Bruttoentgelt vor Kurzarbeit bis zu € 5.370,- 80% des bisherigen Nettoentgeltes.
  • Lehrlinge erhalten weiterhin 100% ihrer bisherigen Lehrlingsentschädigung (Lehrlingsentgelt).

Zu beachten: Das Mindestbruttoentgelt an den/die Arbeitnehmer*in muss mindestens dem vom BMAFJ kundgemachten „Kurzarbeits-Mindestbruttoentgelt-Tabelle“ entsprechen.
 

Antragsfrist: 

Kurzarbeitsanträge sind immer vor Beginn des Kurzarbeitszeitraumes zu stellen.
Für die neue Phase III ab 01.10.2002 kann auch rückwirkend bis 02.11.2020 Kurzarbeit beantragt werden.  
 

Antragsstellung: 

ausschließlich über das eAMS-Konto des/der Arbeitgeber*in 

Dem Antrag (Erstantrag, Änderung oder Verlängerung) ist die Kurzarbeitsvereinbarung beizufügen.

HINWEIS: Der/die Arbeiter*in muss zwar die Kurzarbeitsvereinbarung beifügen (abgeschlossen mit dem Betriebsrat bzw. in Einrichtungen ohne Betriebsrat mit den einzelnen Mitarbeiter*innen), jedoch nicht die Zustimmung der Sozialpartner einholen. Das AMS holt die Zustimmung der kollektivvertragsfähigen Körperschaften ein.   

WICHTIG: Auch Kulturvereine, die nicht Kammermitglied sind, können eine Kurzarbeitsvereinbarung abschließen. Die wenigsten Kulturvereine sind Mitglied in der Wirtschaftskammer. Die Richtlinien zur Covid19-Kurzarbeit (Punkt 6.4.3) sehen jedoch klar vor, dass wenn „auf einer Seite keine zuständige kollektivvertragsfähige Körperschaft vorhanden ist, die Zustimmung der verbleibenden kollektivvertragsfähigen Körperschaft genügt.“ Und weiter: „Auf Seiten der Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer ist in aller Regel der ÖGB zuständig. Ein Fehlen auf Seiten der Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber kann vorkommen“.
In der COVID-19-Sozialpartnervereinbarung ist entsprechenden statt der WKO als Arbeitgeberinnenvertretung die jeweilige Kulturinitiative (der Name des Vereins) einzutragen. Die GPA unterzeichnet die Vereinbarung für die Arbeitnehmer*innenseite.

 

Links & weiterführende Informationen: 

FAQs des AMS zur COVID-19 Kurzarbeit (inkl. Dokumenten und Anleitungen)
FAQs der WKO zur COVID-19 Kurzarbeit
Informationsseite von ÖGB und AK zur COVID-19 Kurzarbeit
Bundesrichtlinie Kurzarbeitsbeihilfe

[letztes Update: 10.11.2020]

Aktuelles: Dieses Instrument befindet sich noch in Ausarbeitung. Ob es auch für die Praxis (kleiner) Kulturvereine tauglich sein wird, bleibt abzuwarten. Wir setzten uns jedenfalls dafür ein, dass die Zugangsbarrieren so niedrig wie möglich angesetzt sind - um den Kulturbereich in all seiner Heterogenität zu unterstützen. Ein erster Zwischenerfolg ist, dass klargestellt wurde, dass die "Unternehmensgröße" des Veranstalters keine Rolle spielt und das Instrument grundsätzlich auch gemeinnützigen Vereinen offen stehen wird. Weitere Details befinden sich noch in Verhandlung.  

Um die Planung und Durchführung von Veranstaltungen - trotz unsicherer COVID-Lage - weiterhin zu ermöglichen, hat die Bundesregierung im Oktober 2020 einen "Schutzschirm für Veranstaltungen" angekündigt. Konkret wird der Bund im Wege von Haftungen nicht stornierbare Kosten übernehmen, wenn schon in die Wege geleitete Veranstaltungen nicht oder nur reduziert stattfinden können. Anders ausgedrückt: Veranstaltende bekommen Ausgaben ersetzt, die nicht mehr stornierbar sind, wenn die Veranstaltung Corona-bedingt ganz abgesagt werden muss oder nur eingeschränkt stattfinden kann. 

Abgewickelt werden soll das Instrument über die ÖHT (österreichische Hotel- und Tourismusbank), die Federführung für die Erarbeitung der Richtlinien liegt im Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus. Dotiert ist das Instrument mit insgesamt € 300 Millionen. 

Starten soll das Instrument laut Ankündigung im November 2020. Bislang liegen keine Richtlinien vor. Wir gehen jedoch davon aus, dass dieses Instrument nur für zukünftige Veranstaltungen greifen wird - also nicht rückwirkend finanzielle Schäden aufgrund von aktuellen Absagen kompensieren wird. Wir informieren an dieser Stelle, sobald weitere Details bekannt sind. 

Weiterführende Information:  
Aussendung des Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus zum Schutzschirm
Beschluss des Nationalrats zum Schutzschirm für Veranstaltungen

[letztes Update: 10.11.2020]

Aktuelles: Seit Monaten ist angekündigt, dass zur Umsetzung eine eigene Verordnung erlassen wird. Bis dato liegt diese nicht vor. Die Rechtsgrundlage ist aber hinreichend klar, sofern Veranstaltende bzw. Kultureinrichtungen die Gutscheinlösung nützen wollen. Seitens der IG Kultur Österreich sehen wir diese Modell skeptisch und raten nicht dazu - die Ausstellung von Gutscheinen verschiebt lediglich die finanzielle Misere und mindert die Unterstützung durch Corona-Fonds, da die Erlöse dann zu den Einnahmen zählen. Letztlich geht es auch um ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Besucher*innen und Teilnehmer*innen. 

Das „Bundesgesetz zur Sicherung des Kunst-, Kultur- und Sportlebens vor weiteren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie“  entbindet Veranstalter*innen von der unmittelbaren Rückzahlungspflicht und schafft die Möglichkeit, anstelle der Rückzahlung des Ticketpreises einen Gutschein auszugeben: „Wenn ein Kunst-, Kultur- oder Sportereignis aufgrund der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 entfallen ist und der Veranstalter deshalb einem Besucher oder Teilnehmer den Eintritts- oder Teilnahmepreis oder ein vergleichbares Entgelt zurückzuzahlen hat, kann der Veranstalter dem Besucher oder Teilnehmer anstelle der Rückzahlung einen Gutschein über den zu erstattenden Betrag übergeben. Gleiches gilt im Fall der Rückzahlungspflicht des Betreibers einer Kunst- oder Kultureinrichtung, wenn diese aufgrund der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 geschlossen wurde.“  Dabei sollen folgende Regelungen gelten: 

  • Für Tickets bis € 70: Gutschein in Höhe des Ticketpreises;
  • Für Tickets zwischen € 70 und € 250: Gutschein bis zu € 70,-, Rückerstattung des Differenzbetrages; 
  • Für Tickets über € 250: Rückerstattung von € 180,-, Ausstellung eines Gutscheins für den Differenzbetrag;  

Wurden mehrere Tickets auf einmal erworben (z.B. Festival), ist jede einzelne Buchung bzw. jeder einzelne Veranstaltungstag gesondert zu behandeln. Die Gutscheine können für frei wählbare andere Kunst-, Kultur- oder Sportereignisse des/der Veranstalter*in bzw. den Besuch der Kunst- und Kultureinrichtung nach deren Wiedereröffnung eingelöst werden, als auch weitergeben werden. Wird der Gutschein bis 31.12.2022 nicht eingelöst, ist der Wert des Gutscheins auszuzahlen. 

Details und weiterführende Informationen: 
Bundesgesetz zur Sicherung des Kunst-, Kultur- und Sportlebens vor weiteren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

[letztes Update: 10.11.2020]

Die Umsatzsteuer für den Kulturbereich sowie Hotellerie und Gastronomie wird auf 5% gesenkt. Dies gilt ab dem 1. Juli 2020 bis einschließlich 31. Dezember 2020, eine Verlängerung bis Ende 2021 wurde angekündigt (jedoch noch nicht rechtlich umgesetzt).

Der ermäßigte Steuersatz in Höhe von 5% gilt unabhängig von bisherigen Ermäßigungen des Steuersatzes (im Kulturbereich z.B. 10% oder 13%) und anderen abgabenrechtlichen Begünstigungen (etwa §§ 34-47 BAO), also auch für gemeinnützige Vereine, sofern diese nicht steuerbefreit sind. 

Umfasst sind von der Steuersenkung u.a.: 

  • Umsätze aus der Tätigkeit als Künstler*in
  • Leistungen von Theateraufführungen bzw. aus dem Betrieb eines Theaters, Musikveranstaltungen, Filmvorführungen, Zirkusvorführungen und Museumsbetrieb
  • Lieferung, Einfuhr und Erwerb von Publikationen (Büchern, Broschüren, Zeitungen und anderen periodischen Druckwerken, Noten, elektronische Publikationen wie Hörbücher und E-Books)  

Für die Frage welcher Steuersatz zur Anwendung kommt, ist der Zeitpunkt der Leistungserbringung entscheidend. Bereits ausgestellte Rechnungen können entsprechend dem im Leistungszeitpunkt geltenden Steuersatz auf den Steuersatz iHv 5% berichtigt werden.

Ob die Umsatzsteuersenkung an die Konsument*innen / Auftraggeber*innen weitergegeben wird, liegt im eigenen Ermessen.

Details und weiterführende Informationen: 
FAQs des Finanzministerium zur Umsatzsteuersenkung
FAQs des Finanzministeriums zu Auswirkungen der reduzierten USt auf Registrierkassen

[letztes Update: 10.11.2020]

Miete:

Je nach Einschränkung der Brauchbarkeit kann nach den §§ 1104 und 1105 ABGB  durch einen „außerordentlichen Zufall“ der Miet- oder Pachtzins teilweise oder gänzlich erlassen werden. Diese Regelung könnte auch für Vereine, die aufgrund der Covid-19 Maßnahmen ihren Mietgegenstand nicht (z. B. wenn es sich um Veranstaltungsräumlichkeiten handelt) oder nur eingeschränkt nutzen können, zutreffend sein. Maßgeblich ist hier der vertraglich vereinbarte Mietzweck. Handelt es sich lediglich um Büroräumlichkeiten, so wären diese theoretisch trotz der Verbote weiterhin für die Mitarbeiter*innen (unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes) nutzbar. 

Rechtsexpert*innen raten allerdings zur Vorsicht, da es auf den jeweiligen Miet- oder Pachtvertrag ankommt, ob eine Minderung oder Befreiung möglich ist. Diese gesetzlichen Regelungen sind nicht vertraglich verpflichtend und könnten abgeändert worden sein. Ferner empfehlen sie abzuwarten, ob die unabhängigen Gerichte der Rechtsauffassung nach §§ 1104 und 1105 ABGB folgen werden!

Sowohl die Mietervereinigung als auch die Wirtschaftskammer bieten dazu Informationen und Musterschreiben an, um mittels eingeschriebenen Brief an den/die Vermieter *in oder die Hausverwaltung zu erklären, dass man die Miete nur noch unter Vorbehalt einer Mietzinsminderung einzahlt. Damit haben Mieter*innen die Möglichkeit, später vor Gericht einen Teil der Miete einzuklagen.

HINWEIS: Auch wenn der Antrag auf Mietzinsminderung erfolglos sein sollte, so kann er dennoch nützlich sein, da er als Nachweis der Schadensminimierung etwa beim NPO-Fonds im Falle einer Überprüfung vorgelegt werden kann. 

FAQs der IG Kultur Wien zu Mietzinsfreistellung bzw. -reduktion infolge von COVID-19
FAQs der Mietervereinigung zur COVID-19 und Mietzinsminderung
Download: Mustervorlage Mietervereinigung Mietzinsminderung
Download: Mustervorlage WKO Mietzinsminderung

 

Steuern:

  • Möglichkeit einer Stundung bzw. einer Ratenzahlung der Steuern (ESt, KÖSt).
    bereits bewilligte Stundungen werden automatisch bis 15.01.2021 verlängert, alternativ Möglichkeit auf Antrag einer Stundung bzw. Ratenzahlung bis 15.01.2021 via FinanzOnline
  • Aussetzen von Gebühren und Verlängerung von Fristen.

Voraussetzung für die Anwendung dieser Maßnahmen ist in allen Fällen, dass der*die Steuerpflichtige glaubhaft machen kann, dass er*sie von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf eine SARS-CoV-2-Virus-Infektion zurückzuführen ist. Dazu zählt laut Information des Finanzministeriums explizit auch der Ausfall von Kulturveranstaltungen aufgrund behördlicher Verbote oder Ertragseinbußen durch Änderung des Konsumverhaltens. 
BMF Informationsseite (inkl. Anleitungen) zu Stundungen und Ratenzahlungen

 

Sozialversicherungs-beiträge für Dienstnehmer*innen: 

Der Nationalrat hat ein zweites Stundungspaket beschlossen, um bei kurzfristigen Liquiditätsengpässen Dienstgeber*innen zu unterstützen. Seit 01.06.2020 gilt: 

  • Für die Beitragszeiträume Februar, März, April 2020 ist eine verzugsfreie Stundung möglich, die Beiträge müssen bis spätestens 15. Jänner 2021 eingezahlt werden. Bei coronabedingten Liquiditätsproblemen am 15.01.2021 kann die Aufteilung auf 11 Monatsraten ab Februar 2021 erfolgen. Dabei fallen keine Verzugszinsen an (Antragstellung ab Februar 2021 möglich).
  • Für die Beitragszeiträume Mai bis Dezember 2020 kann bei coronabedingten Liquiditätsproblemen ein Antrag auf Stundungen von maximal drei Monaten gestellt und Ratenzahlungen bis längstens Dezember 2021 vereinbart werden. Verzugszinsen fallen dabei an. 
  • Beiträge für Dienstnehmer*innen, für die der/die Dienstgeber*in einen Anspruch auf Ersatz durch den Bund bzw. das AMS hat, etwa durch Kurzarbeit, Risikofreistellung, oder Quarantäne, sind von dem Stundungspaket ausgenommen. Die Beiträge sind zwei Monate nach Erhalt der Vergütung zu zahlen, Stichtag ist der 15. des Monats.
  • Säumniszuschläge für verspätete Meldungen (außer Anmeldung) werden weiterhin bis 31. August 2020 ausgesetzt. 

Die Grundregeln der Lohnverrechnung bleiben weiterhin aufrecht, auch die gesetzliche Fälligkeit für Beiträge bleibt bestehen. Die Anmeldungen zur Pflichtversicherung sind weiter fristgerecht vor Arbeitsantritt durchzuführen. Die monatlichen Beitragsgrundlagenmeldungen sind weiterhin zu den üblichen Terminen an die ÖGK zu senden. Dies gilt auch bei Kurzarbeit. 
Informationsseite der ÖGK zur Corona-Unterstützung für Dienstgeber*innen

 

AKM-Gebühren: 

Die AKM ist bei jenen Mitgliedern, die AKM-Pauschalverträge haben, gesprächsbereit, das Veranstaltungsverbot zu berücksichtigen. Die AKM wird mögliche Lösungen je nach Höhe von Fall zu Fall unterschiedlich handhaben. Die betroffenen Kulturvereine sollen sich bitte mit der zuständige Geschäftsstelle in Verbindung setzen.  

Kultureinrichtungen, die im November von einem behördlichen Betretungsverbot betroffen sind, brauchen Sie die aktuelle Rechnung NICHT einzuzahlen. Die buchhalterische Richtigstellung erfolgt durch die AKM mit der nächsten Rechnung Anfang Dezember 2020.
Informationsseite der AKM zu Corona

 

Details und weiterführende Informationen: 
FAQs des Finanzministerium zur Umsatzsteuersenkung

[letztes Update: 10.11.2020]

Mit der Investitionsprämie sollen Neuinvestitionen gefördert werden. Die Basisprämie beträgt 7% der Investitionskosten, bei besonders förderwürdigen Investitionen in Digitalisierung, Ökologisierung sowie Gesundheit 14%. Eine Kombination mit weiteren Förderungen ist bewusst erlaubt.

Gefördert werden Investitionsprojekte ab einem Volumen von € 5.000 bis maximal € 50 Millionen. Um die Untergrenze von € 5.000 zu erreichen, können mehrere kleinere Investitionen in einem Förderantrag zusammengerechnet werden, wodurch auch kleinere Investitionen z.B. auch für Geringwertige Wirtschaftsgüter möglich sind. Der Förderungsantrag muss sich zumindest auf einen zusammengerechneten Gesamtbetrag von EUR 5.000,- belaufen. Grundsätzlich muss es sich um aktivierungspflichtiges Anlagevermögen handeln, was bei Einnahmen-Ausgaben RechnerInnen äquivalent behandelt wird.

Antragsberechtigt sind auch (gemeinnützige) Vereine, sofern sie "unternehmerisch" tätig sind. Dies trifft auf 99% der Kulturvereine zu - sobald auf eigenem Namen und auf eigene Rechnung Leistungen am Markt gegen Entgelt angeboten werden (also z.B. Eintrittskarten für Veranstaltungen). 

Die Antragstellung ist (vorbehaltlich budgetärer Bedeckung) bis 28.02.2021 mittels Online-Antragstellung möglich.

Details und weiterführende Informationen: 
AWS FAQs Investitionsprämie 
Richtlinien der aws Investitionsprämie

 

Corona-Unterstützung für (selbständige) Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen

[letztes Update: 17.11.2020]

Aktuelles: Seit 17.11.2020 kann die "Lockdownkompensation" für selbständige Künstler*innen beantragt werden.

Vom Lockdown im November 2020 betroffene selbständige Künstler*innen erhalten eine pauschale Lockdown-Kompensation in der Höhe von einmalig € 1.300 pro Künstler*in – unabhängig von und zusätzlich zu allen anderen bisherigen Unterstützungsinstrumenten. Das heißt, der Bonus wird zusätzlich zur Unterstützung durch die SVS Überbrückungsfinanzierung oder durch den Härtefallfonds (WKO) ausbezahlt.

Voraussetzungen:

  • Versicherungen bei der SVS als Künstler*in (analog zu Voraussetzungen der SVS Überbrückungsfinanzierung, siehe unten) 
  • kein Anspruch auf den 80% Lockdown-Umsatzersatz via FinanzOnline (diesen kann nur beantragen, wer von der aktuellen COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung direkt betroffen ist und in einer Branche tätig ist, die direkt betroffen ist. Für die Praxis heißt das: Es können nur jene beantragen, die entweder selbst eine (Kultur-)Einrichtung betreiben oder als Veranstaltende unmittelbar betroffen sind, Details siehe oben)

Die Beantragung erfolgt über die SVS Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstler*innen mittels eigenem Online-Formular. Auf Wunsch wird das Antragsformular auch zugesandt, das ausgefüllt und unterschrieben an die Sozialversicherung der Selbständigen, Wiedner Hauptstraße 84 - 86, 1051 Wien zu retournieren ist. 

Weiterführende Information: 
Presseaussendung zur Ankündigung des Lockdown-Bonus
SVS Information für Künstler*innen

 

[letztes Update: 10.11.2020]

Aktuelles: Seit 16.10.2020 gelten neue Richtlinien, die die Zugangsbedingungen zum Härtefallfonds teils erheblich erleichtern. Wer zu einem früheren Zeitpunkt festgestellt hat, nicht antragsberechtigt zu sein, sollte daher zur Sicherheit überprüfen, ob dies nach wie vor der Fall ist, beispielsweise ist nun eine Unterstützung auch möglich, wenn neben einer geringfügigen Beschäftigung eine freiwillige Kranken- und Pensionsversicherung besteht. 

HINWEIS: Eine Unterstützung ist entweder durch den Härtefallfonds (kurz: HFF) oder der SVS Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen (kurz: SVS) möglich. Zu beachten: Ein Wechsel von HFF zur SVS ist möglich, ein Wechsel von SVS zu HFF ist nicht möglich! Die Entscheidung ist daher abhängig von der individuellen Situation gut zu überlegen. Personen, die weder beim HFF noch der SVS antragsberechtigt sind, bleibt als letzte Unterstützungsmöglichkeit der COVID-19 Fonds beim Künstler-Sozialversicherungsfonds (KSVF). 

 

Kurzbeschreibung:

Abfederung von Härtefällen von Ein-Personen-Unternehmen (EPU; darunter auch neue Selbständige wie Vortragende und Künstler*innen) und Kleinstunternehmen durch Zuschüsse in Höhe von 80-90% des Nettoeinkommensentgangs im Vergleich zum Vorjahr.  
 

Voraussetzungen:

Antragsberechtigt sind: 

  • Ein-Personen-Unternehmen, Kleinst-Unternehmer*innen (= max. 10 Vollzeitäquivalente odermax. € 2 Mio. Umsatz oder Bilanzsumme), Neue Selbständige (z.B. Künstler*innen), frei Dienstnehmer*innen und freie Berufe, 
  • die in Österreich unternehmerisch tätig sind, 
  • die unternehmerische Tätigkeit vor dem 16.03.20 aufgenommen haben mit 
    Einkünften aus selbständiger Arbeit und/oder Gewerbebetrieb (§§ 22 und 23 des Einkommensteuergesetzes
  • mit aufrechter Kranken- und/oder Pensionsversicherung aufgrund eigener Tätigkeit (z.B. auch Versicherung auf Basis unselbständiger Nebenbeschäftigung oder freiwillige Versicherung bei Studierenden; eine Mitversicherung ist nicht ausreichend); 
  • vorhandensein Steuernummer, Sozialversicherungsnummer und inländischer Kontoverbindung 
  • bei denen eine wirtschaftliche signifikante Bedrohung durch COVID-19 vorliegt. 
    Das heißt konkret: 
    • im Betrachtungszeitraum besteht zumindest überwiegend ein behördlich angeordnetes Betretungsverbot aufgrund von COVID-19 oder
    • ein Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum vergleichbaren Betrachtungszeitraum des Vorjahres oder
    • die laufenden Kosten können nicht mehr gedeckt werden können (d.h. die typische regelmäßige betrieblichen Kosten sind nicht gedeckt, für laufende private Kosten sind monatlich € 2.000 anzusetzten, ist der*die Förderungswerber*in verheiratet oder lebt in eingetragener Partnerschaft, ist monatlich € 3.000 anzusetzten); 

Nicht antragsberechtigt sind u.a.

  • Non-Profit-Organisationen (NPOs), etwa gemeinnützige Vereine, die die Voraussetzungen der §§34-47 der Bundesabgabenordnung zur Gemeinnützigkeit erfüllen
  • Personen, die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung beziehen (z.B. Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Weiterbildungsgeld aufgrund Bildungskarenz oder Umschulungsgeld - der Bezug von Mindestsicherung ist kein Ausschlussgrund wenn die Voraussetzungen erfüllt sind);  
  • wenn weitere Förderungen in Form von Barauszahlungen durch Gebietskörperschaften bezogen wurden, die der Bekämpfung der Auswirkungen von COVID-19 dienen (siehe unten Zusammenspiel mit anderen Fonds); 

HINWEIS: Selbständige die unter der Versicherungsgrenze liegen und daher nicht bei der SVS kranken-/pensionsversichert sind müssen bei der Antragstellung Nachweise zur Selbständigkeit anfügen (z.B. Homepage, Honorarnoten, laufende Verträge, etc.).

 

Berechnung der Unterstützung: 

Die Unterstützung setzt sich aus zwei Teilen zusammen: 

  • Ersatz von 80% (in Ausnahmefällen 90%) des Nettoeinkommenseingang / Betrachtungszeitraum, mindestens jedoch € 500 / Betrachtungszeitraum 
  • pauschal € 500 sogn. "Come-Backbonus" / Betrachtungszeitraum 

Die monatliche Mindestunterstützung aus dem Härtefallfonds beträgt somit € 1.000 / Monat. 
90% Ersatz wird bei einem max. Nettoeinkommen von € 966,65 im Vergleichsjahr gewährt. 

Die Berechnung des konkreten Nettoverdienstentgangs erfolgt automatisiert auf Basis des letzten Veranlagungsbescheids aus dem Zeitraum von 2015 bis 2019 mit positiven Einkünften aus selbständiger Arbeit und/oder Gewerbebetrieb. Liegen mehrere solcher Bescheide vor, ist der Bescheid für das letztveranlagte Jahr maßgebend (alternativ: 3 Jahresdurchschnitt); Weißt der Einkommensbescheid keine positiven Einkünfte auf, so wird pauschal € 500 gefördert.

Nebeneinkünfte sind grundsätzlich erlaubt, sind jedoch anzugeben und reduzieren potentiell den Förderbetrag: Zu den Nebeneinkünften zählen alle steuerpflichten Einkünfte (z.B. aus nichtselbständiger Arbeit, aus Vermietung und Verpachtung, Pensionsversicherungsbezüge) sowie künstlerische Arbeitsstipendien (auch wenn sie steuerbefreit sind!).

  • Beträgt das Nettoeinkommen aus Nebeneinkünften plus allf. Versicherungsleistungen im jw. Betrachtungszeitraum € 2.000 oder mehr, steht keine Förderung durch den Härtefallfonds zu. 
  • Übersteigt das Nettoeinkommen aus Nebeneinkünfte inklusive der Förderung aus dem Härtefallfonds € 2.000, so wird der Förderbetrag um € 2.000 gekürzt, beträgt jedoch mindestens € 500.  
     

Höhe der Unterstützung: 

Mindestens:
 € 500 Förderung + Comeback-Bonus € 500 = € 1.000 / Betrachtungszeitraum

Maximal: 
€ 2.000 Förderung + Comebaock-Bons € 500 = € 2.500 / Betrachtungszeitraum
 

Unterstützungszeitraum: 

12 Monate aus dem Zeitraum 16. März 2020 bis 15. März 2021 
 

Antragsfrist: 

30.04.2021
Anträge müssen für jeden Betrachtungszeitraum (Monat) einzeln im Nachhinein gestellt werden
 

Antragsstellung: 

online via Wirtschaftskammer Österreich (WKO)
 

Zusammenspiel mit anderen Fonds: 

Für eine Unterstützung aus dem Härtefall-Fonds dürfen keine weiteren Förderungen in Form von Barauszahlungen/Zuschüsse durch Gebietskörperschaften bezogen werden, die der Bekämpfung der Auswirkungen von COVID-19 dienen. 

Ausgenommen davon sind Förderungen aufgrund von Corona-Kurzarbeit, aufgrund des Corona-Familienhärteausgleichs, Fixkostenzuschüsse aus dem Corona-Hilfsfonds, Zuschüsse aus dem Künstler-Sozialversicherungsfonds und künstlerische Arbeitsstipendien. 
 

Links & weiterführende Informationen: 

Information der WKO zum Härtefallfonds (inkl. Muster und Checklisten)
Richtlinien zum Härtefallfonds
WKO Härtefallfonds Serviceline: 01 / 514 50 1055

[letztes Update: 10.11.2020]

Aktuelles: Die Überbrückungsfinanzierung bei der SVS wird ins Jahr 2021 verlängert, Auszahlungen sollen
vorerst für die Zeit bis Ende März 2021 ermöglicht werden. Details dazu sind bislang nicht öffentlich. Außerdem wurden die Mittel der Überbrückungsfinanzierung von € 90 auf 110 Millionen erhöht. Ebenso angekündigt ist, dass der Lockdown-Bonus für selbständige Künstler*innen für den November 2020 via der SVS Überbrückungsfinanzierung beantragt werden soll. Auch hier sind Details bislang ausständig. 

HINWEIS: Für selbständige Künstler*innen ist eine Unterstützung entweder durch den Härtefallfonds (kurz: HFF) oder der SVS Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen (kurz: SVS) möglich. Zu beachten: Ein Wechsel von HFF zur SVS ist möglich, ein Wechsel von SVS zu HFF ist nicht möglich! Die Entscheidung ist daher abhängig von der individuellen Situation gut zu überlegen. Personen, die weder beim HFF noch der SVS antragsberechtigt sind, bleibt als letzte Unterstützungsmöglichkeit der COVID-19 Fonds beim Künstler-Sozialversicherungsfonds (KSVF). 

 

Kurzbeschreibung:

Die Überbrückungsfinanzierung unterstützt Künstler*innen - definiert als Personen, die Kunst und Kultur schaffen, ausüben, vermitteln oder lehren - die aufgrund selbständiger Tätigkeit bei der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) versichert sind mit einem Pauschalbetrag von aktuell € 10.000. 

Voraussetzungen:

Antragsberechtigt sind u.a.: 

  • Personen, die Kunst und Kultur schaffen, ausüben, vermitteln oder lehren
  • aufgrund dieser künstlerischen Tätigkeit bei der SVS versichert sind, das heißt
    • zum Stichtag 13.03.2020 als Stichtag nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) pflichtversichert gewesen sein. Eine „Opting in“-Versicherung (nur Krankenversicherung) auf Antrag ist ausreichend oder
    • bis spätestens 13.06.2020 den Antrag zur Pflichtversicherung oder zum „Opting in“ bei der SVS beantragt haben oder
    •  im Jahr 2018 und/oder 2019 pflichtversichert waren und zum Stichtag 13.03.2020 künstlerisch tätig gewesen sind.
  • mit Hauptwohnsitz in Österreich (Steuernummer nicht erforderlich)
  • eine durch COVID-19 verursachte wirtschaftliche Notlage vorliegt. Das bedeutet, dass
    • die laufenden Kosten (Lebenshaltungs- und Betriebskosten) nicht mehr gedeckt werden können oder
    • die Weiterführung der künstlerischen Tätigkeit gefährdet ist.

Die gesamten steuerlichen Einkünfte im Jahr 2020 dürfen jedenfalls € 75.180,- nicht erreichen oder überschreiten.

Nebeneinkünfte sind kein Ausschlussgrund, jedoch muss in diesem Fall dennoch die wirtschaftliche Notlage aufgrund COVID-19 vorliegen. 

Nicht antragsberechtigt sind:

  • Personen, die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (z.B. Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Weiterbildungsgeld aufgrund Bildungskarenz oder Umschulungsgeld) beziehen. Nach Ende des Leistungsbezuges kann aber ein Antrag gestellt werden. 

HINWEIS: Der Begriff der "Künstler*in" ist weiter gefasst und umfasst alle "Personen, die Kunst und Kultur schaffen, ausüben, vermitteln oder lehren". Dazu zählen beispielsweise auch Kunstkritiker*innen, Musiklehrer*innen; Kurator*innen; Mode- und Textildesigner*innen, Grafiker*innen mit künstlerischer Ausrichtung, Theaterpädagog*innen, etc. Für jene, die zwar bei der SVS versichert sind, aber nicht als Künstler*in deklariert sind, besteht die Möglichkeit einer amtswegigen Berichtigung.

HINWEIS: Zwar muss die COVID-19 bedingte wirtschaftliche Notlage bei Antragstellung nicht belegt werden, mit dem Unterzeichnen des Antrags wird aber eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, dass sämtliche Angaben nach bestem Wissen und Gewissen richtig und vollständig sind. Wir empfehlen daher, alle Umsatzausfälle gut sowie die Notlage (nicht mehr leistbare Lebenserhaltungskosten oder Gefährdung der Weiterführung der künstlerischen Tätigkeit) gut zu dokumentieren. Im Fall eines Missbrauchs droht nicht nur die Rückzahlung der Forderung, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen. 

 

Höhe der Unterstützung: 

Die Unterstützung erfolgt in einer einmaligen Pauschal in Höhe von aktuell max. € 10.000. 
Wir gehen davon aus, das mit der Ankündigung der Verlängerung bis März 2021 auch die Pauschale erhöht wird, die Details bzw. geänderten Richtlinien zur Verlängerung liegen bislang nicht vor. 
 

Unterstützungszeitraum: 

März 2020 bis aktuell Dezember 2020
Eine Verlängerung bis zumindest März 2021 wurde angekündigt. 
 

Antragsfrist: 

aktuell 31.12.2020
 

Antragsstellung: 

Online via SVS Portal für Künstler*innen
 

Zusammenspiel mit anderen Fonds: 

Ein Wechsel vom Härtefallfonds (WKO) zur SVS Überbrückungsfinanzierung ist möglich. Wurden bereits Leistungen aus dem Härtefallfonds bezogen, werden diese in Abzug gebracht. Ein Wechsel von der SVS Überbrückungsfinanzierung zum Härtefallfonds ist nicht möglich. 

Beihilfen, Förderungen, usw. von anderen Stellen (z.B. Künstlersozialversicherungsfonds oder SVS – Erstantrag Künstlerüberbrückung) werden nicht in Abzug gebracht. 

Links & weiterführende Informationen: 

SVS Portal zur Überbrückungsfinanzierung
Muster Antragsformular zur SVS Überbrückungsfinanzierung
Richtlinie zur Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstler*innen der SVS

[letztes Update: 10.11.2020]

Aktuelles: Der COVID-19 Fonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds (KSVF) wird ins Jahr 2021 verlängert, Auszahlungen sollen vorerst für die Zeit bis Ende März 2021 ermöglicht werden. Details dazu - insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Erhöhung der Unterstützung - sind bislang nicht öffentlich. Zudem wurden die Mittel des Fonds von € 10 auf 20 Millionen im November 2020 erhöht. 

Der COVID-19 Fonds der KSVF wurde zusätzlich zur "regulären" Unterstützungsfonds der KSVF eingerichtet, der Künstler*innen in Notsituationen unterstützt. Dieser "reguläre" Fonds vergibt auf Antrag Beihilfen zur Deckung des notwendigen Lebensunterhalts von bis zu EUR 5.000,- an Künstler*innen mit Hauptwohnsitz in Österreich (unabhängig ob selbstständig und/oder unselbstständig tätig), die mit Einkommensausfällen wegen unvorhersehbaren / außergewöhnlichen Ereignisse konfrontiert sind. Die folgende Darstellung konzentriert auf den COVID-19 Fonds der KSVF: 

 

Kurzbeschreibung:

Unterstützung für Künstler*innen und Kulturvermittler*innen, die beim Härtefallfonds (WKO) und der Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstler*innen (SVS) nicht antragsberechtigt sind für COVID-19 bedingte Not- und Härtefälle mit pauschal max. € 3.000. 
 

Voraussetzungen:

Antragsberechtigt sind u.a.: 

  • Künstler*innen und Kulturvermittler*innen
    • Künstler*in = wer in den Bereichen der bildenden Kunst, der darstellenden Kunst, der Musik, der Literatur, der Filmkunst oder in einer der zeitgenössischen Ausformungen der Bereiche der Kunst im Rahmen einer künstlerischen Tätigkeit Werke der Kunst schafft) 
    • Kulturvermittler*in = wer Bildungs- und Kommunikationsprozesse im Museums- und Ausstellungswesen sowie bei künstlerischen und kulturellen Veranstaltungen in unterschiedlichen Medien (z.B. Apps, Audioguides, Ausstellungs- und KünstlerInnengespräche, Begleithefte, BesucherInnenkataloge, Diskussionen, Führungen, Raumtexte, Workshops) initiiert und durchführt. 
  • die beim Härtefallfonds (WKO) und der Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstler*innen (SVS) nicht antragsberechtigt sind
  • von einer wirtschaftlich signifikanten Bedrohung durch COVID-19 betroffen sind, d.h. zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht mehr in der Lage sind, die laufenden Lebenshaltungs- und Betriebskosten aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 mittels ihrer laufenden Einnahmen zu decken und die Weiterführung der künstlerischen / kulturvermittelnden Tätigkeit gefährdet ist (allfällig vorhandenes Vermögen und/oder Kontoguthaben werden nicht zur Beurteilung der wirtschaftlichen Situation herangezogen).
  • kein Anspruch auf Leistungen aus privaten bzw. beruflichen Versicherungen zur Abdeckung von COVID-19 Auswirkungen besteht und
  • für denselben Sachverhalt nicht bereits Beihilfen aus dem KSVF-Unterstützungsfonds 
    gemäß § 25c Abs. 3 K-SVFG bezogen wurden.

Achtung: Die steuerlichen Einkünfte im Jahr 2020 dürfen € 29.942,90 nicht erreichen oder überschreiten. Wird dieser Betrag überschritten, so ist die Beihilfe in dem Ausmaß, in dem diese Grenze überschritten wurden, zurückzuzahlen.

Der Bezug einer Leistung aus der Arbeitslosenversicherung ist kein Ausschlussgrund. 
 

Höhe der Unterstützung: 

pauschal einmalig € 3.000
 

Unterstützungszeitraum: 

März 2020 bis Dezember 2020
eine Verlängerung bis zumindest März 2021 wurde angekündigt
 

Antragsfrist: 

nach aktuellem Stand 31.12.2020
eine Verlängerung bis zumindest März 2021 wurde angekündigt
 

Antragsstellung: 

Online via COVID-19 Fonds der KSVF
 

Zusammenspiel mit anderen Fonds: 

Personen, die beim Härtefallfonds (WKO) oder der Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstler*innen (SVS) antragsberechtigt sind, können nicht um Beihilfe ansuchen. 

Künstlerische Arbeitsstipendiums haben keine Einfluss auf die Unterstützung. 

Tipps aus der Praxis: 

Als wichtigste Entscheidungsgrundlage dient bei der Antragstellung ein aktueller künstlerischer Lebenslauf bis inklusive 2020 mit Angaben zu Auftritten, Ausstellungen, Ankäufen etc. und Angaben zu den durch COVID-19 entfallenen Einnahmen/Projekten. 

HINWEIS: Das Antragsformular sieht kein eigenes Feld zur Angabe der COVID-19 Auswirkungen vor. Diese sollten jedoch unbedingt erwähnt werden, etwa zu abgesagten Engagements, entfallenen Projekten, etc. 

 

Links & weiterführende Informationen: 

KSVF Informationsportal zum COVID-19 Fonds
Online-Antragsformular zum COVID-19 Fonds
Richtlinien zum COVID-19 Fonds der KSVF
KSVF Kontakt: 01 / 586 71 85 | @email

[letztes Update: 24.11.2020]

Aktuelles: Die Phase 2 des Fixkostenzuschuss ("Fixkostenzuschuss 800.000") wurde von der EU genehmigt und kann ab 23. November 2020 beantragt werden.   

 

Kurzbeschreibung:

Der Fixkostenzuschuss unterstützt Unternehmen, die einen wirtschaftlichen Schaden durch COVID-19 erleiden, durch einen Zuschuss abhängig von der Höhe des Umsatzausfalles.
Phase 1: Der Umsatzentfall muss jedoch mindestens 40% betragen.  
Phase 2. Der Umsatzentfall muss mindestens 30% betragen. 

Vereine sind nicht ausgeschlossen, gemeinnützige Vereine (nach §§ 34 bis 47 der Bundesabgabenordnung) jedoch schon. 
 

Voraussetzungen:

Antragsberechtigt sind u.a.: 

  • Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Österreich 
  • mit operativer Tätigkeit in Österreich, d.h. es werden Einkünfte nach §§21, 22 oder 23 des Einkommensteuergesetz erzielt (dies trifft in der Regel auf selbständige Künstler*innen zu) 
  • von einem COVID-19 bedingten Umsatzausfall betroffen sind und 
  • zumutbare Maßnahmen zur Schadensminimierung und Erhalt von Arbeitsplätzen (z.B. im Bedarfsfall Kurzarbeit) gesetzt hat

Nicht antragsberechtigt sind u.a. 

  • Non-Profit-Organisationen (NPOs), etwa gemeinnützige Vereine, die die Voraussetzungen der §§34-47 der Bundesabgabenordnung zur Gemeinnützigkeit erfüllen
  • Unternehmen im (mehrheitlichen) Eigentum einer Gebietskörperschaft oder sonstigen Rechtsträgern öffentlichen Rechts, die einen Eigendeckungsgrad von weniger als 75% haben; (Hinweis: Vereine haben keine Eigentümer, sondern nur Mitglieder. Für den Fixkostenzuschusses ist es daher irrelevant, ob die Vereinsmitglieder Körperschaften öffentlichen Rechts sind oder die Finanzierung des Vereines überwiegend aus öffentlichen Geldern erfolgt. Gemeinnützige Vereine hingegen sind ausgeschlossen).
  • Phase 1: Neu gegründete Unternehmen, die vor dem 16. März 2020 noch keine Umsätze erzielt haben. 
    Phase 2: Neu gegründete Unternehmen, die vor dem 16. September 2020 noch keine Umsätze erzielt haben. 

Berechnung der Unterstützung: 

Phase 1: Gefördert werden max. 75% der Fixkosten im Betrachtungszeitraum (3 Monate), gestaffelt nach der Höhe des Umsatzausfalls: 

  • 25% bei einem Umsatzausfall von 40 bis 60%;
  • 50% bei einem Umsatzausfall von über 60 bis 80% und
  • 75% bei einem Umsatzausfall von über 80 bis 100%.

Zeitraum Phase 1: Grundlage der Berechnung des Umsatzausfalls ist der Vergleich mit dem 2. Quartal 2019, alternativ können auch drei zusammenhänge Betrachtungszeitraum zwischen 16.03. und 15.09.2020 den Daten aus 2019 gegenüber gestellt werden.

Hinweis: bei Neugründungen (keine Steuerdaten für 2019), können die Umsatzausfälle anhand einer Planungsrechnung plausibilisiert dargestellt werden, um den Fixkostenzuschuss zu beantragen.

Phase 2: Der Fixkostenzuschuss richtet sich nach dem prozentualen Umsatzausfall (z.B. Umsatzausfall 50% ➔ Förderung in Höhe von 50% der förderbaren Kosten). 
Neu ist ferner die Möglichkeit der Pauschalierung mit 30% des Umsatzausfalls bei Unternehmen, bei der der Umsatz unter € 120.000 im letztveranlagten Jahr liegt (Hinweis: Einkünfte aus unselbständiger Tätigkeit dürfen hierbei Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit nicht überschreiten; Pauschalierung ist mix € 36.000 gedeckelt);  

Zeitraum Phase 2: Grundlage der Berechnung des Umsatzausfalls ist der Vergleich von zehn zusammenhängenden Betrachtungszeiträumen (bzw. alternativ zumindest zwei zeitlich zusammenhängenden Zeiträumen) zwischen 16.09.2020 und 30.06.2021 zum Vorjahr. 
Hinweis: wird der Umsatz-Ersatz für den Lockdown-Monat November, kann kein Fixkostenzuschuss für den Monat November beantragt werden.  

Zu den Fixkosten zählen u.a.: Geschäftsraummieten und Pacht, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit stehen; betriebliche Versicherungsprämien; Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen; der Finanzierungskostenanteil der Leasingraten; betriebliche Lizenzgebühren; Aufwendungen für Strom, Gas und Telekommunikation; Wertverlust bei verderblicher oder saisonaler Ware, sofern diese aufgrund der COVID- 19-Krise mindestens 50% des Wertes verliert; ein angemessener Unternehmer*inlohn (auf Basis des letzten veranlagten Jahres, mindestens jedoch € 666,66, bei einem errechneten Betrag darüber sind Nebeneinkünfte im Betrachtungszeitraum abzuziehen, maximaler Unternehmer*inlohn € 2.666,67); Personalaufwendungen, die ausschließlich für die Bearbeitung von krisenbedingten Stornierungen und Umbuchungen anfallen; Aufwendungen für sonstige vertragliche betriebsnotwendige Zahlungsverpflichtungen, die nicht das Personal betreffen; und bei  Anträgen unter € 12.000 bis zu € 500 für Steuerberater*in-, Wirtschaftsprüfer*in- oder Bilanzbuchhalter*inkosten;

Phase 2 zusätzlich u.a.: Absetzung der AfA, endgültig frustrierte Aufwendungen im Zeitraum 01.06.2019 - 16.03.2020 in Vorbereitung von Umsätzen im Betrachtungszeitraum, die aufgrund COVID-19 nicht realisiert werden konnten (z.B. Zahlungsverpflichtungen für abgesagte Veranstaltungen); 

 

Höhe der Unterstützung: 

Die Höhe der Unterstützung hängt von den förderbaren Fixkosten und der Höhe des Umsatzausfalls im Vergleich zu den Steuerdaten 2019 ab. 

Untergrenze: 
Förderungen werden erst ab € 500 gewährt. 

Obergrenze: 
Phase 2: € 800.000 
 

Unterstützungszeitraum: 

Phase1 : Der Fixkostenzuschuss kann für bis zu drei zusammenhängende Betrachtungszeiträume bzw. Monate im Zeitraum 16. März 2020 bis 15. September 2020 beantragt werden. 

Phase 2 geplant: Der Fixkostenzuschuss kann für bis zu zehn zusammenhänge Betrachtungszeiträume (oder zwei zeitlich zusammenhängende Blöcke) im Zeitraum 16. September 2020 bis 30 Juni 2021 beantragt werden. 
Die Auszahlung erfolgt in zwei Tranchen, die separat beantragt werden müssen. Die erste Tranche umfasst 80% des voraussichtlichen Fixkostenzuschuss und kann ab 23.11.2020 beantragt werden. 
 

Antragsfrist: 

Phase 1: 31.08.2021 

Phase 2: erste Tranche ab 23.11.2020 bis 30.06.2021;
zweite Tranche ab 01.07.2021 bis 31.12.2021; 
 

Antragsstellung: 

via FinanzOnline

Die Höhe der Umsatzausfälle und der Fixkosten ist durch eine*n Steuerberater*in, Wirtschaftsprüfer*in oder Bilanzbuchhalter*in zu bestätigen, sofern die Unterstützung insgesamt € 36.000 überschreitet.
 

Zusammenspiel mit anderen Fonds: 

Der Fixkostenzuschuss ist mit Härtefallfonds und der AMS-Kurzarbeitsbeihilfe kombinierbar.

Zuwendungen von Gebietskörperschaften im Zusammenhang mit der COVID-19 Krise, die pauschal vergeben werden und nicht für bestimmten angefallenen Fixkosten zweckgewidmet sind, sind abzuziehen - unabhängig vom Zeitraum. Sind diese Zuwendungen für bestimmte Fixkosten zwecksgewidmet, so sind sie bei diesen abzuziehen (keine Doppelförderung). 
 

Links & weiterführende Informationen: 

Informationsseite zum Fixkostenzuschuss
Richtlinien zur Phase 1 des Fixkostenzuschuss 
Richtlinien zur Phase 2 des Fixostenzuschuss ("Fixkostenzuschuss 800.000")
Fixkostenzuschuss Hotline: 01 / 890 78 00 11 

 

[letztes Update: 10.11.2020]

Miete:

Je nach Einschränkung der Brauchbarkeit kann nach den §§ 1104 und 1105 ABGB  durch einen „außerordentlichen Zufall“ der Miet- oder Pachtzins teilweise oder gänzlich erlassen werden. Diese Regelung könnte auch für Vereine, die aufgrund der Covid-19 Maßnahmen ihren Mietgegenstand nicht (z. B. wenn es sich um Veranstaltungsräumlichkeiten handelt) oder nur eingeschränkt nutzen können, zutreffend sein. Maßgeblich ist hier der vertraglich vereinbarte Mietzweck. Handelt es sich lediglich um Büroräumlichkeiten, so wären diese theoretisch trotz der Verbote weiterhin für die Mitarbeiter*innen (unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes) nutzbar. 

Rechtsexpert*innen raten allerdings zur Vorsicht, da es auf den jeweiligen Miet- oder Pachtvertrag ankommt, ob eine Minderung oder Befreiung möglich ist. Diese gesetzlichen Regelungen sind nicht vertraglich verpflichtend und könnten abgeändert worden sein. Ferner empfehlen sie abzuwarten, ob die unabhängigen Gerichte der Rechtsauffassung nach §§ 1104 und 1105 ABGB folgen werden!

Sowohl die Mietervereinigung als auch die Wirtschaftskammer bieten dazu Informationen und Musterschreiben an, um mittels eingeschriebenen Brief an den/die Vermieter *in oder die Hausverwaltung zu erklären, dass man die Miete nur noch unter Vorbehalt einer Mietzinsminderung einzahlt. Damit haben Mieter*innen die Möglichkeit, später vor Gericht einen Teil der Miete einzuklagen.

HINWEIS: Auch wenn der Antrag auf Mietzinsminderung erfolglich sein sollte, so kann er dennoch nützlich sein, da er als Nachweis der Schadensminimierung etwa beim NPO-Fonds im Falle einer Überprüfung vorgelegt werden kann. 

FAQs der IG Kultur Wien zu Mietzinsfreistellung bzw. -reduktion infolge von COVID-19
FAQs der Mietervereinigung zur COVID-19 und Mietzinsminderung
Download: Mustervorlage Mietervereinigung Mietzinsminderung
Download: Mustervorlage WKO Mietzinsminderung

 

Steuern:

  • Möglichkeit einer Stundung bzw. einer Ratenzahlung der Steuern (ESt, KÖSt).
    bereits bewilligte Stundungen werden automatisch bis 15.01.2021 verlängert, alternativ Möglichkeit auf Antrag einer Stundung bzw. Ratenzahlung bis 15.01.2021 via FinanzOnline
  • Aussetzen von Gebühren und Verlängerung von Fristen.

Voraussetzung für die Anwendung dieser Maßnahmen ist in allen Fällen, dass der*die Steuerpflichtige glaubhaft machen kann, dass er*sie von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf eine SARS-CoV-2-Virus-Infektion zurückzuführen ist. Dazu zählt laut Information des Finanzministeriums explizit auch der Ausfall von Kulturveranstaltungen aufgrund behördlicher Verbote oder Ertragseinbußen durch Änderung des Konsumverhaltens. 
BMF Informationsseite (inkl. Anleitungen) zu Stundungen und Ratenzahlungen

 

Sozialversicherungs-beiträge für Selbständige: 

Die Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) hat folgende Maßnahmen beschlossen:

  • Möglichkeit der Beantragung einer Stundung oder Ratenzahlung offener Beiträge bei Zahlungsschwierigkeiten (ohne Verzugszinsen) mittels Online Formular 
  • Möglichkeit der Herabsetzung der Beitragsgrundlage durch Anpassung der vorgeschriebenen Beiträge an der voraussichtliche Einkommen mittels Online Formular
  • Mahnungen und Anträge auf Exekutions- oder Insolvenzverfahren werden ausgesetzt  

Informationsseite der SVS zur Corona-Unterstützung für Selbständige

 

[letztes Update: 10.11.2020]

Die Verwertungsgesellschaften bieten Unterstützungsmöglichkeiten für ihre Mitglieder. Voraussetzung dafür ist entsprechend die Mitgliedschaft bei der jeweiligen Verwertungsgesellschaft. Die meisten COVID-19 Sonderfonds der Verwertungsgesellschaften sind zwischenzeitlich geschlossen bzw. die Mittel ausgeschöpft. 

Es empfiehlt sich jedoch stets in Notlagen, mit der für Euch zuständigen Verwertungsgesellschaft in Kontakt zu treten, da diese vielfach soziale und kulturelle Unterstützung (SKE-Förderung) bzw. teils auch noch COVID-19 Unterstützung ermöglichen: 

 

Corona-Unterstützung der Bundesländer

[letztes Update: 19.11.2020]

Burgenland

Projekt Kulturgutschein
Das Land Burgenland legt eine (limitierte) Edition von Kulturgutscheinen in einer Gesamthöhe von € 800.000 auf, die in der burgenländischen Kunst- und Kulturszene eingelöst werden können. Die Gutscheine werden mit einem Anteil von 25 % subventioniert, müssen aber bis zum 30. April 2021 bei einem gelisteten "Kulturgutscheinpartner" eingelöst werden.

Gutscheinpartner*innen können werden:

  • Künstler*innen, Autor*innen und Kunsthandwerker*innen, die ihr Erwerbseinkommen zu einem großen Teil aus ihrer künstlerischen/kreativen Tätigkeit bestreiten, als Künstler*n bzw. Kreative*r seit mindestens fünf Jahren tätig sind und ihren Hauptwohnsitz bzw. den Sitz des Ateliers oder der Werkstatt im Burgenland haben.
  • gemeinnützige, regionale und kleinstrukturiere Kulturvereine im Burgenland, die einen kontinuierlichen Kulturbetrieb haben und im Jahr 2020 weniger als € 50.000 an Förderungen des Land Burgenland in Anspruch genommen haben.

Informationen zum Kulturgutschein des Landes Burgenland 

Eure Ansprechpartner*innen vor Ort:
IG Kultur Burgenland | E-Mail: @email 

 

Kärnten 

36 Corona-Arbeitsstipendien
Das Land Kärnten schreibt 36 Arbeitsstipendien (Dotation: € 2.760,--/Stipendium) aus. Freischaffenden Künstler*innen einschließlich Kulturvermittler*innen sowie freiberuflichen Wissenschaftler*innen, die aufgrund der Corona-Krise ihre künstlerischen oder wissenschaftlichen Vorhaben nicht realisieren oder fortführen konnten und dadurch in eine finanzielle Notlage geraten sind, soll die Möglichkeit eingeräumt werden innerhalb der Stipendienlaufzeit ein Projekt zu entwickeln, voranzutreiben oder zu finalisieren.
Ende der Einreichfrist ist der 30. November 2020.
Ausschreibung der Corona-Arbeitsstipendien

Eure Ansprechpartner*innen vor Ort:
IG KiKK - Interessengemeinschaft der Kulturinitiativen in Kärnten/Koroska | Tel.: 0699 / 13167171 | E-Mail: @email 


 

Niederösterreich 

Derzeit keine offenen Corona-spezifischen Sonderförderungen bekannt; 

Das Land Niederösterreich bietet Kunst- und Kulturschaffenden eine kostenlose Rechtsberatung an unter @email

Corona-Informationsseite Kultur des Landes Niederösterreich

Eure Ansprechpartner*innen vor Ort:
Kulturvernetzung Niederösterreich | Kontakt für Beratung nach Viertel, Kontakte hier: https://www.kulturvernetzung.at/de/corona/  


 

Oberösterreich

art@home
Sonderförderung für oberösterreichische Kunstschaffenden aus den Bereichen darstellende Kunst, Musik, Literatur und bildende Kunst, die aufgrund des Veranstaltungsverbots betreffend COVID-19 ihre Projekte online präsentiert haben bzw. werden. Pro Projekt kann eine Fördersumme von bis zu 15% der Gesamtkosten vergeben werden. Die maximale Förderhöhe liegt bei 1.000 Euro.
Die Antragstellung ist bis 31.12.2020 möglich.
Information zur Sonderförderung art@home

Härtefallfonds für oberösterreichische Kulturschaffende
Unterstützt werden oberösterreichische Kulturschaffende mit monatlich max. € 917,35 für maximal 3 Monate, die sich in einer finanziellen Notlage befinden und keine bzw. geringe Unterstützung aus den einschlägigen Unterstützungsmaßnahmen des Bunde (Härtefallfonds/ WKO, COVID-19 Fonds/ Künstler-Sozialversicherungsfonds) erhalten. 
Die Antragstellung ist bis 31.12.2020 möglich.
Information zum oö Härtefallfonds für Kulturschaffende

Eure Ansprechpartner*innen vor Ort:
KUPF - Kulturplattform Oberösterreich | Tel.: 0732 79 42 88 | E-Mail: @email 


 

Salzburg

Sonderförderung COVID-19 Mehrbedarf
Das Land Salzburg stellt für die Abdeckung des krisenbedingten Mehrbedarfs Fördermittel zur Verfügung.
Antragsberechtigt sind Kultureinrichtungen, Einzelpersonen oder Gruppen, die bereits und jeweils fristgerecht eine Jahres- oder Projektförderung beantragt haben.
Einreichfrist ist der 31.10.2020.
Information zum COVID-19 Mehrbedarfsförderung

Eure Ansprechpartner*innen vor Ort:
Dachverband Salzburger Kulturstätten | Tel.: 0650 / 97 02 908 | E-Mail: @email 


 

Steiermark 

Sonderförderprogramm für Tourneen, Wiederaufnahmen und Lesungen
Im Rahmen des Sonderförderungsprogramms werden ausschließlich 

  • Wiederaufnahmen von abendfüllenden Produktionen und Programmen der darstellende Kunst und Musik gefördert, deren Premiere im Bundesland Steiermark vor dem Beginn des COVID-19-Veranstaltungsverbots (11. März 2020) stattgefunden hat;
  • Tourneen von professionellen klassischen und zeitgenössischen Solisten, Musikensembles oder (Jazz-) Bands im Förderungsbereich Musik, Musiktheater und Klangkunst;
  • Lesungen zeitgenössischer AutorInnen im Förderungsbereich Literatur.

Das Sonderförderungsprogramm ist mit einem Gesamtbetrag von € 100.000.-- dotiert. Alle geplanten Vorstellungen müssen innerhalb der Laufzeit des Sonderförderungsprogramms vom 30.05.2020 bis 31.12.2021 stattfinden und bereits durch die öffentliche Hand oder vergleichbare Förderungsgeber (z. B. gemeinnützige Stiftungen) gefördert worden sein. Antragsberichtigt sind ausschließlich (eingeladene) KünstlerInnen, Gruppen oder Ensembles aus der Steiermark.
Einreichungen sind bis 31. Dezember 2020 möglich.
Sonderförderungsprogramm des Landes Steiermark 

Eure Ansprechpartner*innen vor Ort:
IG Kultur Steiermark | Tel.: 0681/104 29 507 | E-Mail: @email 


 

Tirol 

COVID-19 Förderprogramm "Neustart"
Unterstützt werden Kultureinrichtungen und Kulturschaffende, um ihre Arbeit unter den geänderten Rahmenbedingungen (Abstandsvorschriften, geändertes Publikumsverhalten) fortzuführen. Dies umfasst beispielsweise Förderungen zur Umsetzung der Hygienekonzepte sowie zur Entwicklung neuer künstlerischer Formate und Maßnahmen zur Publikumsgewinnung.  
Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen (Kulturvereine), die in einer Kunst- oder Kultursparte des Kulturförderungsgesetzes 2010 tätig sind. 
Einreichungen sind bis 31.12.2020 möglich.
Ausschreibung und Richtlinien zum Programm "Neustart"

COVID-19 Soforthilfefonds Arbeitsstipendien
Künstler*innen aller Sparten können online um ein Arbeitsstipendium für ein künstlerisches Vorhaben ansuchen. Ein Stipendium ist mit maximal 3.000 Euro dotiert und kann für die Dauer von höchstens drei Monaten gewährt werden. Neu ist, dass auch popkulturelle Projekte gefördert werden können, sowieein Zusatzverdienst in bestimmter Höhe (bis zu einer 20-Stundenstelle) kein Ausschlussgrund mehr für eine Förderung.
Einreichungen sind bis 31.12.2020 möglich.
Ausschreibung und Richtlinien zu COVID-19 Arbeitsstipendien 

COVID-19 / Kunst und Kultur im digitalen Raum
Die Förderung kann gewährt werden für digitale Vorhaben (z.B. Plattformen, Virtual Reality und Augmented Reality Anwendungen, Apps, interaktive Websites) sowie digitale Projekte der künstlerischen Produktion, Kommunikation und Vermittlung. Ziel ist es, die digitale Entwicklung im Kulturbereich zu fördern, Kulturbetriebe bei der digitalen Transformation zu unterstützen und Kunst- und Kulturschaffende anzuregen, neue Medien und Technologien verstärkt zu nutzen, künstlerisch zu reflektieren und ihnen kreativ, aber auch kritisch zu begegnen.
Einreichungen sind bis 31.12.2020 möglich.
Ausschreibung und Richtlinien zu COVID-19 Kunst und Kultur im digitalen Raum

Eure Ansprechpartner*innen vor Ort:
TKI - Tiroler Kulturinitiativen | Tel.: 0680 / 210 92 54 | E-Mail: @email 


 

Vorarlberg

COVID-19 Atelierförderung und Arbeitsstipendien 
Freischaffende Künstler*innen aus allen Sparten, die aufgrund der Corona-Krise in einer finanziellen Notlage sind, können um eine Atelierförderung in der Höhe von € 180,-/Monat für max. zwölf Monate oder ein Arbeitsstipendium in der Höhe von € 2.000,-/Projekt (z.B.  Recherche, die Konzeption einer Ausstellung, ein aktuelles Schreib- oder Kompositionsvorhaben, ein Filmprojekt oder eine Digitalisierungs-Maßnahme) ansuchen. 
Grundsätzlich ist keine Antragsfrist vorgesehen. Die Antragstellung erfolgt über das Allgemeine Antragsformular der Kulturabteilung zu beantragen. 

Comeback-Stipendium 
Richtet sich an Vorarlberger Künstler*innen aus den Bereichen Bildende und Angewandte Kunst, Musik (Komposition), Literatur, Theater, Tanz und Film. Zur Verfügung gestellt werden jeweils von Februar bis April 2021 eine Wohnung, ein Atelier, ein Reisekostenbeitrag bis zu 600 Euro, ein Stipendium in Höhe von monatlich 1.000 Euro sowie ein Produktionskostenbeitrag von maximal 1.000 Euro. 
Einreichtfrist ist der 01.12.2020. 
Informationen unter +43 (0)5574 / 511-22312 oder per E-Mail.

Eure Ansprechpartner*innen vor Ort:
IG Kultur Vorarlberg | Tel.: 0664 / 460 02 91 | E-Mail: @email 


 

Wien

COVID-19 Unterstützung der Wiener Clubszene
Der Förderwettbewerb „Clubkultur Wien“ unterstützt die Planung und Umsetzung von Veranstaltungen mit musikalischen Live-Darbietungen und begleitende pandemierelevante Maßnahmen. 
Die nächsten Einreichfristen sind 31.12.2020, 31.03.2021 und 30.06.2021. 
Informationsseite zum Förderwettbewerb Clubkultur Wien 

Eure Ansprechpartner*innen vor Ort:
IG Kultur Wien | Tel.: 0660 / 236 23 14 | E-Mail: @email


Weitere Unterstützungsmöglichkeiten

[letztes Update: 10.11.2020]

HINWEIS: Die folgenden Initiativen stellen lediglich eine Auswahl dar. Gerne ergänzen wir Hinweise zu weiteren aktuell laufenden Initiativen (bitte schreibt uns dafür eine E-Mail an @email).

Kampagne #norefundforculture
Initiative der KUPF - Kulturplattform Oberösterreich gemeinsam mit IG Kultur die das Publikum bittet, bei bereits gekauften Tickets:  Fordert das Geld nicht zurück, wenn ihr aktuell darauf verzichten könnt.

Kampange #drüberretten
Initiative der KUPF - Kulturplattform Oberösterreich für ein Kultur-Gutscheinsystem um die Liquidität der Kulturvereine zu verbessern und so Zahlungsengpässe vermeiden soll. Das Prinzip ist einfach: Kund*innen erwerben Gutschein-Codes bei den VeranstalterInnen ihres Vertrauens. Die Veranstalter*innen bekommen den frei wählbaren Gutscheinbetrag sofort ausbezahlt. Der sogenannte “KULTschein” ist so lange gültig, bis er aufgebraucht ist. 

Initiative Bühnenliebe.at 
Bühnenliebe ist eine Initiative aus Wien und hat sich zum dem Ziel gesetzt, unsere Lieblings-Kulturbetriebe in Österreich auf Grund der Corona Krise zu stützen. Vermittelt werden Gutscheine, die jetzt erworben und später eingelöst werden können. 

locart - Spenden für Vorarlberger Kunst und Kultur
Sammlung von Spenden (die Spendenbegünstigt sind) um Kunst- und Kulturschaffende in Vorarlberg unbürokratisch zu unterstützen.

Startnext Corona Hilfsaktion
Kampagne der Crowdfunding-Plattform Startnext, um allen vom Shutdown direkt betroffen zu unterstützen, möglichst einfach Crowdfundingprojekte umzusetzten. 

WeMakeIt Hilfsaktion
Kampagne der Crowdfunding-Plattform WeMakeIt, um allen vom Shutdown direkt betroffen zu unterstützen, möglichst einfach Crowdfundingprojekte umzusetzten. 

 

Links und Beratungsstellen

[letztes Update: 10.11.2020]

Informationsseiten und Beratungs-Hotlines 

allgemeine Auskünfte

Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport - Corona-Infos 
Coronavirus Hotline für Kunst- und Kulturschaffende: 01 / 71 606 851185 | Mo-Fr: 9 bis 15 Uhr | E-Mail: @email

Bundesministerium für Finanzen - Corona-Infos
Corona-Hotline: 050 / 233 770 | Mo-Do: 7.30 bis 15.30 Uhr, Fr: 07.30-12 Uhr | E-Mail: @email

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Bürger*innen Hotline: 0800 / 201 611 | E-Mail: buergerservice@sozialministerium.at 

Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten
Service-Hotline: 050 / 11 50 0 

Wirtschaftskammer - Corona-Infos 
Hoteline: 05 / 90 900 4352 | Mo-Fr: 9 bis 17 Uhr | E-Mail: @email

Sozialversicherungsanstalt für Selbständige 
Hoteline: 050 / 808 808 | Mo-Do: 7.30 bis 16 Uhr, Fr: 7.30 bis 14 Uhr 

Arbeiterkammer und des ÖGB - Corona-Infos
Hotline: 0800 / 22 12 00 80 | Mo-Fr: 9 bis 19 Uhr 

AGES - Corona-Infos 
Infoline Coronavirus: 0800 / 555 621

Corona-Ampel

Hotlines zu spezifischen Fonds 


Interessenvertretungen in Kunst und Kultur 

Zögert nicht bei Fragen oder Anliegen eure Interessenvertretung zu kontaktieren. Dafür sind wir da! .

Beispiele spartenspezifischer Interessenvertretungen: 

Ländervertretungen: 

 

 

Kein Anspruch auf Vollständigkeit! Hinweise zu weiteren relevanten Unterstützungsfonds und -maßnahmen nehmen wir gerne entgegen unter @email!  

Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr und basieren auf dem Wissenstand des Zeitpunkts der Veröffentlichung.  Eine Haftung der IG Kultur Österreich ist ausgeschlossen.  

 

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