Flüchtlinge

Perspektiven für junge Flüchtlinge

Die IG Kultur hat sich vorgenommen, Lehrstellen für jugendliche Flüchtlinge zu suchen. Gabriele Gerbasits, Geschäftsführerin der IG Kultur, spricht über die Kooperation mit verschiedenen Initiativen, um die Kräfte zu bündeln und entsprechende Netzwerke zu bilden. Valerie Mühlenburg von The Connection spricht über ihre Initiative zur Hilfestellung junger Flüchtlinge, ihr Cafe für erste Erfahrungen und das Buddy System. Dominik Beron erzählt über seine Initiative RefugeesWork, einer Vermittlungsplattform
Kunstprojekt Schleppertagung

Kunstprojekt Schleppertagung: Fluchthilfe als notwendige Dienstleistung?!

Schlepper werden gemeinhin als Kriminelle und in Banden agierend dargestellt, die für ihren Profit buchstäblich über Leichen gehen. Durch die ausschließliche Fokussierung auf diese Personengruppe geraten die vielschichtigen Facetten der Mobilitätshilfe aus dem Blickfeld. Es stellt sich die Frage, warum Schlepperei als kriminelles Delikt und nicht als nachgefragte Dienstleitung unter riskanten Bedingungen bewertet wird?
Von Schmugglern, Schleppern, Flüchtlingen 

Von Schmugglern, Schleppern, Flüchtlingen 

Erinnerungskultur an der Gebirgsgrenze zwischen Vorarlberg und Graubünden. Lange Zeit erinnerte man sich an die Zeit des NS-Regimes auch im Montafon sehr österreichisch. Rund um die Kriegerdenkmäler und sogenannten Heldenehrungen herrschte ansonsten ein weitgehendes Verschweigen und Verdrängen. Erst in den Jahren ab 2000 setzte sich der Heimatschutzverein Montafon in einer Reihe von Veranstaltungen und Publikationen mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Diese für ein Heimatmuseum und seinen Trägerverein beachtenswerte Offenheit wurde jedoch anfangs überregional kaum wahrgenommen.
Schutzbefohlene Elfriede Jelinek

Organspende-Nestroy 

Eines unserer Hauptanliegen war es, die Bilder vom angsteinflößenden, gesichtslosen Flüchtlingsstrom aufzulösen in Gesichter von Menschen, die man kennenlernen will und deren Geschichten man sich nicht so einfach entziehen kann. Wir wollten in einer Zeit, in der unsere Innenministerin nur von den zu vielen Fremden sprach, die da kommen, das Fremde beleuchten und uns ein Stückerl vertrauter damit machen. Wir suchten Begrifflichkeiten, die den Schutzsuchenden, Schutzbefohlenen und ihren Anliegen gerecht werden. Wir ergriffen das Wort im Namen der schweigenden Mehrheit der Menschen in Österreich, die sehr wohl solidarisch ist mit Menschen in Not, nicht nur vor den Lagertoren und an den Grenzen und Bahnhöfen.

Neues aus der Kleingärtnersiedlung

Die Kap Anamur gibt es nämlich immer noch. Zuletzt hat sie 37 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gefischt. Die sind aber nicht wie damals versorgt und aufgenommen worden, sondern allesamt wieder abgeschoben. Die Besatzungsmitglieder sind verhaftet worden, und ihnen wurde der Prozess gemacht.

Unruhe an den Außengrenzen

Über 400 Aktivist*innen aus zahlreichen Ländern nahmen am NoBorder Camp in Lesvos teil, das von 26. bis 31. August in der Nähe der Insel-Hauptstadt Mytilini stattfand. Nicht nur der Facetten- und Konfliktreichtum der örtlichen Linken, sondern auch der schnelle und unmittelbare Kontakt zu ankommenden Migrant*innen machte die Besonderheit des Camps in der NoBorder-Geschichte aus.

Tausch/verweigerung/en: Lebens-, Bewegungs- und Verkehrsform

Immer wieder versuchen Flüchtlinge, von Frankreich aus nach England zu kommen. Viele von ihnen sind in Sangatte, einem kleinen Ort an der Atlantikküste in der Nähe von Calais, untergebracht. Sie leben dort in einem Lager, das vom Roten Kreuz betreut wird. Dort kommt ihnen außer Verpflegung und Schlafmöglichkeit keinerlei Hilfe zu, keinerlei Möglichkeit, selbst in irgendeiner Form tätig zu sein. Das Lager besteht aus einer Halle, in der während der Zeit des Tunnelbaus die Betonteile, die zur Konstruktion nötig waren, aufbewahrt wurden.