Türkisgrüne Koalition Österreich, Kulturprogramm

Der Platz der Kultur in der neuen Bundesregierung

Nun also Türkis-Grün. Kunst und Kultur wandern in ein Staatssekretariat, geführt von Grünen-Urgestein Ulrike Lunacek als Staatssekretärin im Vizekanzleramt. Inhaltlich bringt das Kulturprogramm einige interessante Ansätze, die die Mühen der Ebene nicht scheuen, ebenso altbekannte wie drängende Herausforderungen anzugehen. FAIR PAY und soziale Absicherung von in Kunst und Kultur Tätigen verbessern zu wollen sind ambitionierte Ansagen. Hier unser Kommentar dazu, was Kunst und Kultur unter türkis-grüner Bundesregierung erwartet.
Kultur als Rezept, Arts+Health, Foto: Patrick Kwasi

Kultur als Rezept?!

Die neue Ausgabe des IG Kultur Magazins ist da und begibt sich auf die Spurensuche nach Schnittstellen und Wechselwirkungen zwischen Kultur-, Sozial- und Gesundheitsarbeit. Was bedeutet es in der Praxis, an diesen Schnittstellen zu arbeiten? Welche Rahmenbedingungen gibt es und welche fehlen, um ein Zusammendenken und -arbeiten von Kunst, Kultur, Sozialem und Gesundheit zu ermöglichen? Bieten internationale Modelle, die "Kunst auf Verschreibung" fördern, Impulse für Österreich? Und welchen Einfluss hat, wissenschaftlich betrachtet, kulturelle Tätigkeit auf Gesundheit und Wohlbefinden tatsächlich?
Geschichte IG Kultur Freie Kulturarbeit Dachverband

Die Geschichte der IG Kultur

Gründung und Konsolidierung Die IG Kultur nimmt ihren Anfang bereits in den 80er Jahren, als die Szene autonomer Kulturarbeit sich zu vernetzen beginnt. Das geschah in erster Linie auf Symposien. Schon 1982 wurden beim Neuberger Symposium Forderungen an die Regierung gestellt und eine bundesweite Kooperationsebene gegründet, die allerdings nach nur einem Jahr aufgrund mangelnder Ressourcen wieder geschlossen werden musste. Beim Symposium in Villach 1984 wurden erstmals

Forderungen an die zukünftige Landesregierung

Das Kulturleben in der Steiermark wäre heutzutage ohne die zahlreichen zivilgesellschaftlichen Kulturinitiativen nicht mehr denkbar. Sie leisten einen unerlässlichen Beitrag zum kulturellen Leben der Gesellschaft, tragen zur kulturellen Nah-Versorgung in den Regionen bei und bilden das Fundament für urbane „Kulturhotspots“. Um Derartiges bewerkstelligen zu können, braucht diese wichtige Arbeit auch die entsprechenden Rahmenbedingungen der Kulturpolitik der Steiermärkischen Landesregierung.

Stadt Raum für Alle 

Rund um Raum brodelt es, wenn es um Kunst- und Kulturarbeit geht. Neben der Frage des Zugangs zu Ressourcen (inklusive Geld) und der Anerkennung geleisteter Arbeit, ist die Frage des Zugangs zu Raum genauso wichtig. Denn Raum bietet eine fundamentale Grundlage für viele (die meisten) Aspekte unseres Schaffens. Das Finden, Erhalten, Betreiben und Nutzen von Raum sind in der freien und autonomen Kulturarbeit Dauerthemen.

Die Packungsbeilage und ihr Double. Zu einem künstlerischen Textformat

Eine Packungsbeilage ist in der Regel einem Arzneimittel beigelegt und enthält für Verbraucher*innen wichtige Informationen. Der Begriff wird ebenfalls polemisch für Textsorten verwendet, die ein künstlerisches Werk und seine ästhetische Wirkung beschreiben. Wenn Kunst eine Packungsbeilage, eine Erklärung oder Vorwissen benötige, könne sie nicht durch sich selbst sprechen, so die Kritik. Der Beipackzettel, genauso wie eine Anleitung zur Kunstbetrachtung, sind jedoch mehr als Gebrauchsinformationen: Sie bilden

Zwischenzeit. Ein kunsttherapeutisches Pilotprojekt zu Burnout und Burnout-Prävention

Burnout-Gefährdung ist kein Randphänomen, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage zur Häufigkeit des Burnout-Syndroms in Österreich.[1] Lediglich 52 % der Österreicher_innen sind als gesund einzustufen. Ein probates Mittel zur Burnout-Prävention kann Kunsttherapie sein, wie das Pilotprojekt „Zwischenzeit“ aufzeigt. Ein Gespräch mit Edith Sandhofer-Malli, Initiatorin des Projekts und Leiterin des Österreichischen Berufsverbands und Instituts für Kunsttherapie. Kunst, Therapie, Gesundheitsvorsorge, arbeitsmarktpolitische und soziale Zielsetzungen – das Projekt „Zwischenzeit“

5 vor 12. Es wird Zeit

Italowestern und Gesundheit, psychische, physische Gesundheit und Cowboys haben auf den ersten Blick nicht nur nichts miteinander zu tun, sondern wirken wie eine willkürliche Ansammlung von Begriffen. Wir versuch(t)en den Beweis zu erbringen, dass diese sehr wohl sehr eng verknüpft sein können. Und meinen damit nicht, dass „blaue Bohnen“ ungesund für Mensch und Tier sind. Wir drehten einen österreichischen Italowestern in Wien, im Burgenland und in

Kunst auf Rezept 

„Kunst auf Rezept“ hinterfragt die Wirkungen von Kunst und das Potenzial der Verordnung von Kunst in einer Gesellschaft. Dazu werden gewöhnliche Rezeptscheine, die wohl alle von Besuchen bei ÄrztInnen kennen, KünstlerInnen zur Verfügung gestellt, um diese auszufüllen. Dabei ist dieser Verordnung von Kunst, der individuellen Verschreibung durch die teilnehmenden KünstlerInnen, aus künstlerischer Perspektive keine Grenze gesetzt. Auf den Rezeptscheinen finden sich unter anderem Bilder, Collagen, Noten

Kulturpolitik in der Steiermark – wie soll es weitergehen?

Wir haben die Wahlprogramme der kandidierenden Parteien zusammengefasst, um einen Überblick über ihre kulturpolitischen Vorstellungen sowie ihre Lösungsansätze für die gegenwärtigen Herausforderungen im kulturellen Feld in der Steiermark als Wahlhilfe zu geben.

Kunst und Kultur in der Steiermark – wer denkt wie darüber?

Anlässlich der Landtagswahl in der Steiermark am 24. November 2019 verschickte die IG Kultur Steiermark per E-Mail einen „Kunst und Kultur“-Fragebogen mit 6 Fragen an die Parteien SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, KPÖ und NEOS.

Kinderbetreuung bei Kulturveranstaltungen – why not?!

„Social Inclusion“ ist ein Schlagwort, das sich in der europäischen Kulturpolitik zunehmender Aufmerksamkeit erfreut. Doch es gibt nach wie vor eine Gruppe von Menschen, die dabei dennoch immer wieder übersehen wird: Das sind Kinder und ihre Eltern. Dies betrifft auch die Durchführung und Organisation von Kulturveranstaltungen.